Junger Kugelsternhaufen im Doppelpack - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Junger Kugelsternhaufen im Doppelpack

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Eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt den Kugelsternhaufen NGC1850, eine der hellsten Sternenansammlungen in der Großen Magellanschen Wolke, die nächstgelegene Nachbargalaxie der Milchstraße. Junge Kugelsternhaufen wie NGC1850 gibt es in der Milchstraße nicht, alle dort bekannten kugelförmigen Sterngebilde sind schon sehr alt.

NGC1850 besteht aus zwei Teilen, einem größeren, etwa 50 Millionen Jahre alten Sternhaufen und einer kleineren Sternenansammlung, die unten rechts im Bild zu sehen ist und deren Mitglieder mit einem Alter von vier Millionen Jahren noch Babysterne sind. Die filigrane Gaswolke am linken Bildrand besteht aus den Überresten von Supernova-Explosionen im Hauptteil von NGC1850. Der kleinere Teil des Doppelhaufens besteht aus extrem heißen, blauen Sternen und schwächer leuchtenden, rötlichen T-Tauri-Sternen.

Diese Sterne, die eine ähnliche Masse haben wie die Sonne, sind noch sehr jung. Möglicherweise haben sie noch nicht damit begonnen, Wasserstoff zu Helium zu verbrennen, sondern beziehen ihre Energie daraus, dass sie zusammenschrumpfen. Da T-Tauri-Sterne oft in dicht mit Sternen besetzten Gebieten auftreten, sind sie nur schwer zu erkennen. Dem Hubble-Teleskop gelingt das von seinem Logenplatz im Weltraum mitunter sogar in fremden Galaxien.

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Kra|gen|bär  〈m. 16; Zool.〉 bis 1,8 m großer Bär Zentralasiens mit V–förmiger, weißer Brustzeichnung des sonst schwarzen Felles: Selenarctos tibetanus

com|mo|do  〈Mus.〉 = comodo

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