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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

Meteoriten lösten Massensterben aus

Meteoriteneinschläge sind vermutlich die Ursache des Massensterbens, das vor etwa 250 Millionen Jahren beinahe neunzig Prozent der damals lebenden Arten auslöschte. Darauf weisen ungewöhnliche Metallspuren in Gesteinsproben aus der Antarktis hin, berichten amerikanische Forscher im Fachmagazin Science (Bd. 302, S. 1388).

In einer ungefähr 250 Millionen Jahre alten Gesteinsschicht am Graphite Peak in der Antarktis fand das Team um Asish Basu von der Universität Rochester erstaunliche Spuren von Metallen. In ihrer Zusammensetzung ähneln diese den Fragmenten von Chondriten, der häufigsten Meteoritenart. Eine der Gesteinsproben enthielt außerdem seltenere Metallspuren, die denen in Ablagerungen aus der selben Zeit in Südchina gleichen.

Mit Metallvorkommen auf der Erde stimmen die von den Forschern untersuchten Spuren in keiner Weise überein. Zudem scheinen sie nur in der Zeit kurz vor dem Massensterben vor 250 Millionen Jahren aufzutauchen. Basu und seine Kollegen vermuten daher, dass die Metallspuren Überreste von Meteoriten sind, durch deren Einschlag auf der Erde das Massensterben ausgelöst wurde.

Auch für das Massensterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren, bei dem unter anderem die Dinosaurier ausstarben, könnten eher Meteoriten verantwortlich sein. Als mögliche Ursache stand bislang eine durch Vulkanausbrüche verursachte Klimaerwärmung zur Diskussion. Diese fand jedoch vermutlich schon lange vor dem Artensterben statt, schreibt ein anderes Forscherteam in einer zweiten in Science veröffentlichten Studie (S. 1392). Greg Ravizza von der Universität von Hawaii in Honolulu und seine Kollegen datierten die Vulkanausbrüche anhand von Isotopen-Messungen auf mehrere hunderttausend Jahre vor dem Massensterben. Damit ist diese Ursache eher unwahrscheinlich.

ddp/bdw ? Katharina Vogelmann
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