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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

Monsterwellen im Rudel

Ozeane werden wohl viel öfter als bisher vermutet von gewaltigen Wellen in einer Größenordnung von um die dreißig Meter heimgesucht. Während einzelne derartig hohe Wellen schon mehrfach in der Geschichte der Seefahrt beschrieben worden sind, haben Wissenschaftler aus Großbritannien gleich einen ganzen Sturm von ihnen am eigenen Leib auf ihrem Forschungsschiff miterlebt. Untersuchungen nach hatten sich die Wellen durch einen Resonanzeffekt zwischen Ozeanbewegungen und Windströmungen aufgeschaukelt.

Naomi Holliday von der Universität von Southampton und ihre Kollegen befanden sich am 8. Februar 2000 auf ihrem Forschungsschiff in der Nähe der Insel Rockall, 250 Kilometer westlich von Schottland. Ihren Computersimulationen zufolge sollte sich zu diesem Zeitpunkt dort ein großer Sturm aufbrauen, und das Team wollte diesen direkt miterleben.

Womit die Forscher allerdings nicht gerechnet hatten, waren Wellen einer Höhe von bis zu 29 Metern, die während der gesamten Dauer des Sturms auf das Schiff einschlugen. Bisher hatten Ozeanographen angenommen, dass sich derartig hohe Wellen nur vereinzelt ausbilden.

Holliday und ihre Kollegen konnten die Höhe der Wellen direkt aus einer Bestimmung der Beschleunigung ihres Schiffes und der auf das Material wirkenden Drücke bestimmen. Sie sind der Ansicht, dass sich die Wellen durch einen Resonanzeffekt aufgebaut haben müssen. Dabei stimmte die Windgeschwindigkeit innerhalb des Sturms mit der Geschwindigkeit der Wasserbewegungen überein, so dass eine effiziente Energieübertragung stattfinden konnte. Derartige Prozesse würden demnach wohl viel häufiger als bisher vermutet in den Weiten der Ozeane stattfinden, glaubt Holliday.

Die Forscher überstanden den Sturm heil und ihre veröffentlichten ihre Beobachtungen nun zusammen mit Computersimulationen des Sturmaufbaus.

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