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Astronomie|Physik

Nach Panne mit Ariane-5 bringt jetzt Ariane-4 Satellit ins All

Die neue leistungsstarke europäische Trägerrakete Ariane 5 wird nach ihrer kürzlichen Panne erst im Januar 2002 wieder starten. Bislang war als Termin Ende November in Aussicht gestellt worden. Die Verzögerung begründete Jean-Marie Luton, Chef der europäischen Betreibergesellschaft Arianespace, in Kourou mit weiteren Raketentests. Eine Ariane-4-Rakete brachte am frühen Mittwochmorgen vom dem europäischen Weltraumbahnhof in Französisch- Guyana einen weiteren Satelliten erfolgreich in den Weltraum. Etwa 20 Minuten nach dem Start wurde der Telekommunikationssatellit Atlantic Bird 2 ausgesetzt.

Dieses Manöver war beim Start einer Ariane 5 am 12. Juli gescheitert. Eine Untersuchungskommission stellte hydraulische Probleme fest, die zu einer unregelmäßigen Treibstoffzufuhr in der oberen Raketenstufe führten. Der Motor sei vorzeitig zum Stillstand gekommen. Als Folge waren der europäische Artemis-Satellit und ein weiterer japanischer Direktfunk-Satellit auf eine viel zu niedrige Umlaufbahn gebracht worden. Die Europäische Weltraumorganisation ESA ist weiter zuversichtlich, Artemis retten zu können. Der japanische Kommunikationssatellit der B-SAT-Gesellschaft wurde den Angaben zufolge aufgegeben.

Der 144. Ariane-Start am Mittwochmorgen verlief reibungslos. Atlantic Bird 2, über dem Atlantik stationiert, soll rund 15 Jahre Übermittlungsdienste zwischen Amerika und Europa sowie dem Nahen Osten und Nordafrika leisten. Er gehört zur Flotte des europäischen Satellitenbetreibers Eutelsat, an dem auch die Deutsche Telekom Anteile hält. Der Hochleistungssatellit soll wie der bereits im März gestartete Eurobird von Eutelsat vor allem auch der in Deutschland sehr starken Nachfrage nach Übermittlung von Firmen-Daten, der Kommunikation übers Internet sowie der Übertragung von Video- Konferenzen dienen, die nach den Terrorattacken in den USA zunehmend gefragt sind. TV-Übertragung ist ebenfalls vorgesehen.

Der nächste und letzte Start einer Ariane-4-Rakete in diesem Jahr ist nicht, wie ursprünglich geplant, am 18. Oktober, sondern nach Arianespace-Angaben nunmehr am 27. November. Dann soll die Rakete einen Fernseh-Übertragungssatelliten für die US-Gesellschaft DirecTV in den Weltraum bringen. Da der Auftraggeber seinen Satelliten noch ausführlicher testen wolle, sei der Starttermin verschoben worden, hieß es. Arianespace hat noch 41 Satelliten-Starts in den Auftragsbüchern sowie neun Flüge zur Internationalen Weltraumstation.

dpa
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