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Astronomie+Physik

Nachwuchs beim Saturn

Zwischen den Bahnen der Saturnmonde Mimas und Enceladus entdeckte die Raumsonde Cassini zwei bislang unbekannte Trabanten des Planeten Saturn. Die Objekte erhielten die vorläufigen Namen S/2004 S1 and S/2004 S2, gab die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa bekannt.

Ein Computerprogramm des französischen Planetenforschers Sebastien Charnoz von der Universität von Paris spürte die Monde auf, die nur drei beziehungsweise vier Kilometer im Durchmesser groß sind. Sie kreisen in einer Entfernung von 194.000 und 211.000 Kilometern um den Ringplaneten. Der innere der beiden Monde stimmt womöglich mit dem Objekt S/1981
S14, überein, das vor 23 Jahren von der Voyager-Sonde aufgenommen wurde.

Das Cassini-Team hatte zwar gehofft, neue kleine Saturnmonde zu entdecken. Allerdings wurden solche Objekte vor allem in der Nähe von Lücken in den imposanten Ringen des Riesenplaneten vermutet. Weiter außen, so hatten Planetenforscher bislang angenommen, müssten kleinere Monde im Laufe der Jahrmilliarden durch Kollisionen mit zahlreichen hausgroßen Kometen zu Pulver zermahlen werden. Die Existenz der beiden Mini-Monde deutet deshalb darauf hin, dass es im äußeren Sonnensystem weniger kleine Kometen gibt als bislang vermutet.

Dennoch kreisen die beiden Monde vermutlich nicht seit Anbeginn des Sonnensystems auf der gleichen Bahn. Zumindest einer der beiden, berichtet die Nasa, sei durch die Gezeitenkräfte des Saturn und Störungen durch andere Monde vermutlich auf eine exzentrische Bahn, gegenüber den anderen Monden des Planeten geneigte Bahn geworfen worden.

Ute Kehse
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