Neues von Philae - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Neues von Philae

Wie geht es eigentlich der Raumsonde Philae, die vor gut einem Jahr nach einem spektakulären Manöver auf dem Kometen Churyumow-Gerasimenko, kurz Tschuri, landete – und zu der der Kontakt abgebrochen war? Fest steht: Seit der Landung im November 2014 waren Forscher vollauf damit beschäftigt, Daten auszuwerten, die die Sonde gesendet hatte. Und während Tschuri der Sonne entgegen raste, meldete sich die lange vermisste Sonde plötzlich zurück.

Es war Samstag, der 13. Juni 2015, 22.28 Uhr: Für 85 Sekunden nahm Philae Kontakt mit der Bodenkontrolle der ESA in Darmstadt auf. Es war das erste Mal, seitdem die Sonde sieben Monate zuvor wegen Strommangels in eine Art Koma gefallen war. Und es gelang dem kleinen Roboter immerhin, 300 Datenpakete zu schicken. Doch leider war’s das dann auch schon. Denn obwohl die ESA-Wissenschaftler zunächst noch zuversichtlich waren, den Kontakt aufrecht erhalten zu können, herrschte danach wieder Funkstille.

Aber die Forscher hatten Glück im Unglück: Die Messungen, die Philae im November vergangenen Jahres auf Tschuri gemacht hat, sind nämlich schon beinahe mehr, als man sich erwarten durfte und haben bereits zu umfangreichen Publikationen geführt – etwa über Tschuris Oberflächenstruktur und die Zusammensetzung seines Kerns. Der ist weitgehend homogen, jedoch auch sehr porös. Außerdem, so schreibt bild-der-wissenschaft-Autor Thorsten Dambeck im Dezemberheft von bdw, gelang es den Wissenschaftlern auch, den Staub zu analysieren, den Philae bei der Landung auf dem Kometen aufgewirbelt hatte. Sie konnten 16 organische Verbindungen identifizieren, darunter Alkohole und Aceton.

Das Spannende daran ist: Viele der Verbindungen könnten biochemische Reaktionen auslösen, bei denen komplexe Biomoleküle wie Aminosäuren, Peptide oder Zucker synthetisiert werden. Was das bedeutet und welche Erkenntnisse aus der Mission bisher noch gewonnen werden konnten, lesen Sie jetzt im aktuellen Heft von bild der wissenschaft.

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Kol|ben|fres|ser  〈m. 3; Kfz; Jargon〉 Festlaufen eines Kolbens im Zylinder von Verbrennungsmotoren, meist infolge ungenügender Schmierung

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