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Riesenwuchs bei Teenie-Dinos

Tyrannosaurus rex erreichte seine gigantische Größe vor allem durch einen extremen Wachstumsschub als Teenager: Im Alter von 14 bis 18 Jahren wuchsen die Saurier so schnell, dass sie täglich um mehr als zwei Kilogramm schwerer wurden. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Analyse der Schichtstruktur von Knochen des Dinosauriers entdeckt, die den Jahresringen bei Bäumen ähnelt. Die Forscher um Gregory Erickson von der Staatsuniversität von Florida in Tallahassee stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature vor (Bd. 430, S. 772).

Der Tyrannosaurus rex war eine beeindruckende Erscheinung: Ausgewachsene Exemplare brachten über fünf Tonnen auf die Waage ? und das, obwohl sie nur knapp 30 Jahre alt wurden. Wissenschaftler hatten bislang zwei Theorien, wie T. rex so groß werden konnte: Entweder wuchs er schneller als seine Verwandten oder über einen längeren Zeitraum. Schon mehrfach hatten Forscher versucht, die Schichtung in den Knochen zu untersuchen, um diese Frage zu klären. Doch die großen Dinosaurierknochen, die das Gewicht des Tieres trugen, eignen sich nicht für solche Analysen: Der Hohlraum, der das Knochenmark enthielt, dehnte sich im Laufe des Saurierlebens immer weiter aus und veränderte seine Form, so dass einige der Linien verschwanden.

Daher griffen Erickson und seine Kollegen für ihre Studie zu Fragmenten von kleineren Knochen wie Rippen oder Wadenbeine, in denen sich keine Hohlräume bilden. Die Ergebnisse der Analyse bestätigten eindeutig die erste Theorie: T. rex wuchs tatsächlich deutlich schneller als andere Dinosaurier, wie ein Vergleich mit Knochen verwandter Arten zeigte. Die Wissenschaftler fanden zwar auch bei anderen Dinosauriern einen jugendlichen Wachstumsschub. Dieser war jedoch in keinem Fall derart ausgeprägt war wie bei T. rex.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
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