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Astronomie+Physik

Saturn feiert den Sechzigsten

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Direkt neben dem hell leuchtenden Mond Mimas entdeckten Forscher "Frank" (rote Markierung), den sechzigsten Saturntrabanten. Bild: NASA/JPL/Space Science Institute
Die Großfamilie der Saturnmonde hat weiteren Zuwachs bekommen: Britische Forscher haben mit der Raumsonde Cassini den sechzigsten Trabanten des Gasriesen entdeckt. Damit schließt Saturn zu seinem Nachbarn Jupiter auf, von dem derzeit 63 Monde bekannt sind. Der neu entdeckte Saturnmond hat einen Durchmesser von rund zwei Kilometern und umkreist den Planeten in einer Entfernung von schätzungsweise 200.000 Kilometern.

Die Forscher um Carl Murray von der Universität von London untersuchten das Fotomaterial einer Weitwinkelkamera der Raumsonde Cassini. Diese Sonde der Weltraumbehörden Nasa und ESA umkreist den Saturn schon seit dem Jahr 2004. Auf Fotos vom 30. Mai entdeckten die Forscher einen für Monde charakteristischen Leuchtpunkt. Daraufhin analysierten sie Cassinis Fotosammlung der vergangenen Jahre und fanden gleich mehrere Bestätigungen ihrer Vermutung. Der vorläufig mit dem Namen „Frank“ bezeichnete Neuzugang unter den Trabanten befindet sich in der Nähe der schon bekannten Monde Methone und Pallene und hat damit wohl ähnlich wie diese beiden einen Abstand zum Saturn von rund 200.000 Kilometern. Ebenfalls wie seine Nachbarn besteht der winzige Mond aus Eis und Gestein.

Die Astronomen sehen in dem neuen Mond einen weiteren Puzzelstein, der ihnen hilft, den Aufbau und die Entwicklung des Saturns und seines Ringsystems zu verstehen. Seit dem Jahr 1997 stieg die Zahl der bekannten Saturnmonde von 18 auf nunmehr 60. Mittlerweile stellt sich die Frage, welche Mindestgröße ein Gesteinsbrocken haben muss, um noch als Mond zu gelten. Mit immer besseren Nachweismöglichkeiten könnte die Zahl der Monde schnell in die Hunderte gehen, vermuten Wissenschaftler. Die Forscher sehen den Fund aber auch ganz praktisch: Sie benötigen die Bahndaten möglichst vieler Monde, um eine unwahrscheinliche, aber dennoch mögliche Kollision mit ihrer Raumsonde zu vermeiden.

Mitteilung der Nasa ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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