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Astronomie+Physik

Schlechte Chancen für Aliens

Das Leben auf der Erde wird künftig aus dem Weltall immer schwieriger erkennbar sein: Durch die Zunahme der Satelliten- und Kabeltechnik dringen von den irdischen Fernsehsendern immer weniger Radiowellen ins Weltall. So könnten Außerirdische ? so es sie gibt ? das Leben auf der Erde leichter übersehen, warnt Frank Drake, einer der Pioniere bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI). Das berichtet der Online-Dienst des britischen Wissenschaftsmagazins „New Scientist“.

Radiosignale von Fernsehsendern gehörten zu „den stärksten Zeichen unserer Existenz“, erklärt Drake. Die herkömmlichen Antennen strahlen Leistungen im Bereich von einem Megawatt aus und können im Weltall daher eine große Reichweite erzielen. Satelliten, die diese klassischen Sender immer mehr ersetzen, kommen dagegen nur mit Bruchteilen dieser Strahlungsleistung aus und richten ihre Strahlung zudem zielgerichtet auf die Empfänger. Bei Kabelverbindungen schließlich dringt keine nennenswerte Strahlung mehr ins All.

Das Zeitfenster, in dem von der Erde aus Radiowellen ins Weltall dringen, wird sich also in den kommenden Jahrzehnten wieder schließen und war damit insgesamt nur etwa 100 Jahre lang geöffnet, erklärt Drake. Je länger dieses Fenster jedoch offen bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde von Außerirdischen als bewohnter Planet erkannt wird.

Die Größe des Zeitfensters, in denen der Mensch sich für mögliches fremde Leben im All bemerkbar machen kann, gehört zu den wichtigsten Faktoren bei den Berechnungen der SETI-Forscher für die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts zu Außerirdischen. Schließlich reicht es nicht aus, dass sich irgendwo im Weltall intelligentes Leben befindet: Die Signale der Erde müssen es in den riesigen kosmischen Zeitdimensionen auch zum richtigen Zeitpunkt erreichen.

ddp/bdw ? Ulrich Dewald
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