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Astronomie|Physik

Sonnenschein seit vierzig Jahren

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Auf dem Neptun ist es am Südpol am wärmsten (oben links). In höheren Schichten der Neptunatmosphäre befindet sich die wärmste Temperatur zwar in der Nähe des Südpols, aber nicht direkt darüber (unten links und rechts). Bild: © ESO
Der Südpol ist der wärmste Ort auf dem Planeten Neptun. Dort liegen die Temperaturen rund 10 Grad über den recht frostigen Durchschnittstemperaturen von Minus 200 Grad Celsius. In dieser Wärmezone am Südpol gelangt das Gas Methan von tieferen Atmosphärenschichten in die höher gelegene Stratosphäre des Planeten, hat ein internationales Forscherteam um den Astronomen Glenn Orton vom California Institute of Technology in Pasadena mit Teleskopen der Europäischen Südsternwarte (ESO) entdeckt. In den oberen Atmosphärenschichten filtert das Methan die roten Anteile des Lichts heraus und lässt den Planeten blau erscheinen.

Die Forscher beobachteten mit Teleskopen der ESO die Wärmestrahlung, die der Neptun abgibt. Als wärmster Ort zeichnete sich klar der Südpol ab, der nun schon vierzig Jahre lang der Sonne zugewandt ist. Die Analyse des von Neptun abgestrahlten Lichts ergab ferner, dass das Gas Methan in diesen warmen Atmosphärenbereichen häufiger anzutreffen ist und dort in höhere Schichten transportiert wird. Diese besondere Dynamik in der Neptunatmosphäre erstaunte die Forscher, da den achten und äußersten Planeten unseres Sonnensystems 900-mal weniger Licht erreicht als die Erde.

Der Planet Neptun ist 30-mal soweit von der Sonne entfernt wie die Erde. Er umrundet die Sonne in rund 165 Jahren. Derzeit ist an seinem Südpol Sommer. Im Juli des Jahres 2005 war bereits die Sommersonnenwende, so dass sich der Südpol langsam von der Sonne wegdreht. Wenn in rund achtzig Jahren Sommer auf der Nordhalbkugel ist, wird sich der Methantransport in die höheren Atmosphärenschichten auf die Nordpolarregion verschieben, vermuten die Astronomen.

Mitteilung der ESO in Garching ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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