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Astronomie|Physik

Überirdische Düfte

Wie duftet eine Rose in der Schwerelosigkeit des Weltalls? Anders als auf der Erde, aber mindestens ebenso süß, entdeckten Forscher vom Parfümgiganten International Flavors & Fragrances (IFF) in einem Experiment vor vier Jahren, berichtet die Nasa. Seither forschen Wissenschaftler an neuen überirdischen Düften.

Im Zustand der Schwerelosigkeit, so fanden Braja Mookherjee und Kollegen mit dem Experiment heraus, veränderte sich die Zusammensetzung der Duftstoffe der Zwergrose „Overnight Scentsation“. Gewöhnlich hat die Blume eine „sehr grüne, frische, rosige Note“, sagt Mookherjee. Im All entwickelte die Pflanze jedoch ein sehr angenehmes, „blumiges, rosiges Aroma“, stellte Mookherjee fest.

Zu dieser Erkentniss kamen die Astronauten nicht etwa durch Riechen an der Pflanze. Die wertvolle Fracht war während des Aufenthalts im All in einem eigens angefertigten Behälter untergebracht. Viermal entnahmen die Astronauten mit einer speziell beschichteten Silikonfaser Duftmoleküle aus der Blüte.

Zurück auf der Erde analysierten die IFF-Forscher die chemische Zusammensetzung des Duftes. „Wir haben die Inhaltsstoffe identifiziert und deren Menge festgestellt. Dann konnten wir den Duft synthetisieren.“ Der Duft der Weltraumrose überzeugte die Forscher so sehr, dass sie ihn einem neuen Parfum beigaben. Wer „Zen“ von Shiseido benutzt, duftet daher ein wenig überirdisch.

Bei der nächsten Shuttle-Mission im Januar wollen die Forscher testen, was für Geruchsstoffe eine Rose entwickelt, die gemeinsam mit einer Reispflanze untergebracht ist. Bleibt abzuwarten, welches Aroma diese Rose-Reis-Mischung hervorbringt.

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Mehr zum Thema Duft finden Sie im Archiv von wissenschaft.de.

Ute Kehse
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