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Astronomie+Physik

Unser Universum ist nicht das Einzige

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Von wegen einzigartig. Unser Universum ist möglicherweise nur eines unter vielen. Foto: victorhabbick/Fotolia.com
Am kommenden Dienstag, dem 17. Dezember erscheint die Januar-Ausgabe von bild der wissenschaft. Und bdw-Astronomie- und Physik-Redakteur Rüdiger Vaas hat sich diesmal ein ganz besonderes Titelthema ausgesucht: „Im Reich der fremden Universen“. Denn immer mehr Kosmologen sind davon überzeugt, dass es mehrere Universen gibt – und können so anderweitig unverständliche Eigenschaften unseres eigenen Universums erklären. Einst dachte man, dass die Erde der Mittelpunkt des Alls sei, umschlossen von einer Kristallsphäre, an der wie Lampions die Sterne hängen. Inzwischen hat sich das Weltbild radikal gewandelt. Die Erde kreist um einen durchschnittlichen Stern am Rand eines galaktischen Spiralarms – als ein Planet unter Abermilliarden, und das bei Abermilliarden von Sternen in Abermilliarden von Galaxien. Einen Mittelpunkt hat der – womöglich unendlich große – Weltraum auch nicht. Dass selbst unser Universum nichts Besonderes und Einmaliges ist, erscheint da fast schon als eine logische Fortsetzung.

Wir sind nicht das Zentrum im All – diese Erkenntnis erschütterte einst unser Weltbild. Doch jetzt bahnt sich die größte aller gedanklichen Revolutionen an: Der Weltraum ist vermutlich nur ein winziger Teil eines gigantischen Multiversums. Von dieser wahrhaft unermesslichen Horizonterweiterung unseres Weltbilds handelt das Titelthema des aktuellen Hefts von bild der wissenschaft. Darin beschreibt Rüdiger Vaas, warum unser Universum nur eines unter vielen sein soll – aber auch die Kontroverse um diese kühne Vermutung. „Immer mehr Physiker und Kosmologen sind von dieser extravaganten Hypothese überzeugt“, sagt Vaas. „Andere Forscher dagegen befürchten eine unverantwortliche Grenzüberschreitung der wissenschaftlichen Vernunft. Sie wittern sogar einen Verrat an den Prinzipien und Methoden der etablierten Physik und sehen das Ansehen ihrer Disziplin gefährdet.“

Rüdiger Vaas weiß, wovon er spricht. Er hat bereits mehrere Bücher über das Multiversum geschrieben (unter anderem „Tunnel durch Raum und Zeit“ und „Hawkings Kosmos“) und beschreibt nicht nur, worum der Streit und Kosmologen geht, sondern auch, wie Universen entstehen können und warum der Urknall dann nur ein Ereignis unter unzähligen war. Welche Argumente für und gegen andere Universum gibt es? Ist unser eigenes doch etwas Besonderes? Und wie soll man sich das Multiversum überhaupt vorstellen? Lesen sie dazu im Januar-Heft von bild der wissenschaft „Im Reich der fremden Universen“!

© wissenschaft.de
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