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Astronomie|Physik

Urknall ließ Schwarze Löcher sprudeln

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Schwarze Löcher könnten schon mit dem Urknall entstanden sein und die Galaxienentwicklung beeinflußt haben. Bild: Wikipedia.
Mit dem Urknall vor rund 13 Milliarden Jahren könnten Milliarden Schwarzer Löcher entstanden sein. Die Gravitationsmonster hätten dann eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Galaxien und den ersten Sternen gespielt. Der prägende Einfluss dieser sogenannten primordialen Schwarzen Löcher, deren Existenz bislang noch Spekulation ist, ließe sich mit zukünftigen Weltraumteleskopen nachweisen. Sie könnten bis in unsere Zeit überdauert haben. Für Massimo Ricotti könnten diese Schwarzen Löcher auch einen Teil der mysteriösen Dunklen Materie ausmachen, die für Teleskope unsichtbar und nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar ist.

Die Forscher berechneten, welche Masse diese Schwarzen Löcher kurz nach dem Urknall gehabt haben könnten. Je schwerer die Gravitationsmonster, desto länger leben sie: Die kleineren ihrer Art sind daher schnell verstrahlt, während diejenigen mit einer 100.000-fachen Sonnenmasse mehrere hunderttausend Jahre überlebt haben sollten. Damit hätten sie auch Zeit gehabt, die sogenannte kosmische Hintergrundstrahlung zu beeinflussen. Diese Strahlung ist quasi ein Nachhall des Urknalls, der noch heute von Satelliten als Mikrowellenstrahlung empfangen werden kann. Von der kosmischen Hintergrundstrahlung können Astronomen die Materieverteilung nach dem Urknall und auch das erste Stadium der Galaxienentstehung ablesen.

Die Forscher wollen nun mit der nächsten Satellitengeneration die Suche nach den primordialen Schwarzen Löchern fortsetzen. Der Satellit Planck der Europäischen Weltraumagentur ESA soll Mitte des Jahres 2008 starten und die kosmische Hintergrundstrahlung genauer vermessen. Mit dem amerikanischen James-Webb-Teleskop, dem Nachfolger des Hubble-Weltraumteleskops, können die Forscher auch die Stern- und Galaxienentstehung noch genauer beobachten. Wenn sie dabei auf den Fingerabdruck der Schwarzen Löcher stoßen, wäre dies ein indirekter Beweis für ihre Existenz.

New Scientist, Onlinedienst Massimo Ricotti, Universität von Maryland in College Park ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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