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Astronomie|Physik

Zweite Sonneneruption innerhalb von zwei Tagen trifft heute die Erde

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Das Magnetfeld der Eruptions-Wolke und das der Erde sind entgegen gerichtet: Das könnte zu besonders starken Wechselwirkungen führen, sagen Sonnenforscher. Grafik: Nasa
Nach der gewaltigen Sonneneruption vom Dienstag hat die Sonne in der Nacht zum Donnerstag erneut riesige Mengen Gase in Richtung Erde geschleudert. Zwei so große „Schüsse“ hintereinander habe er noch nie beobachtet, erläutert der Sonnenforscher John Kohl in einer Mitteilung des Harvard-Smithosonian Center for Astrophysics. Welche Auswirkungen das Zusammenspiel der beiden Ausbrüche haben wird, muss sich erst noch zeigen.

Der Ausbruch am Dienstag war einer der größten in den vergangenen Jahrzehnten, hat auf der Erde jedoch bislang keine Schäden angerichtet. Das könnte sich ändern, wenn nämlich die schnellen Partikel des zweiten Ausbruchs auf die langsamen Partikel des ersten treffen, die noch auf dem Weg zur Erde sind. „Das ist wie wenn ein schneller, voll beladener Güterzug auf einen langsamen Zug auffährt, der gerade in den Bahnhof einfährt. Und dieser Bahnhof ist die Erde“, erklärt John Kohl das Geschehen.

Diese Kombination könne Satelliten beschädigen, den Funkverkehr beeinträchtigen und sogar die Stromversorgung stören. Viele Stromversorger hätten bereits reagiert und ihre Leitungskapazitäten reduziert, um unerwartete Spannungsschübe auffangen zu können. Die Menschen auf der Erde und selbst an Bord von Flugzeugen seien jedoch durch das Erdmagnetfeld ausreichend geschützt.

Bei einem so genannten Koronalen Massenauswurf schleudert die Sonne in einer gewaltigen Explosion riesige Mengen elektrisch geladener Wasserstoffatome ins Weltall. Hinzu kommen energiereiche Elektronen und Protonen. Bei den Ausbrüchen wird auch Röntgenstrahlung ausgesandt, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und von Beobachtungssatelliten nachgewiesen werden kann. So lässt sich der Teilchenstrom mit einer Vorwarnzeit von ein bis zwei Tagen vorhersagen.

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