Der Stoff, aus dem nicht nur Träume sind - wissenschaft.de
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Der Stoff, aus dem nicht nur Träume sind

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Exportprodukt: Der Wandbehang mit Lebensbaum-Motiv stammt von der Koromandelküste in Indien (um 1740). (Bild: Courtesy Museum Rietberg / Foto: Rainer Wolfsberger)

Baumwolle wird auch das „weiße Gold“ genannt; ihre Bedeutung für den globalen Handel kann gar nicht überschätzt werden. Im 17. Jahrhundert wurden bedruckte oder bemalte Baumwollstoffe, die „Indiennes“, ein äußerst beliebtes Handelsgut in Europa. Man verwendete Indiennes für Kleider, Vorhänge oder Tapeten und bezog Möbel mit ihnen. Zunächst in Indien selbst hergestellt, wurden die Stoffe als europäisches Imitat seit dem 18. Jahrhundert ein großer Erfolg. Als sich daraufhin Frankreich, um seine Seidenproduktion zu schützen, aus dem Indiennes-Handel zurückzog, konnten Schweizer Firmen in die Lücke stoßen.

Eine Ausstellung im Landesmuseum Zürich zeigt noch bis zum 19. Januar 2020 viele schöne Indiennes-Stoffe und geht den Handelswegen zwischen Indien und Europa nach. Bombay etwa entwickelte sich zum Zentrum des Baumwollhandels; hier hatte auch die Schweizer Handelsgesellschaft Gebrüder Volkart ihren Sitz, die zu einem der größten Baumwollexporteure der Welt aufstieg. Überhaupt profitierten vor allem die Europäer, so dass im 20. Jahrhundert die handgesponnene und -gewebte Baumwolle zum Symbol der Befreiung Indiens durch Mahatma Gandhi wurde. Der Katalog ist im Christoph Merian Verlag, Basel, erschienen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Zürich

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