Der Traum vom Museum für „schwäbische Kunst“ - wissenschaft.de
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Der Traum vom Museum für „schwäbische Kunst“

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Kunst im Sinne der Nationalsozialisten: Der Maler Fritz Ketz porträtierte dieses BDM-Mädel 1940. (Bild: Kunstmuseum Stuttgart / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart)

Eine Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart widmet sich noch bis zum 1. November 2020 der bis dahin weitgehend unbekannten Geschichte der Sammlung im Nationalsozialismus. Die städtische Sammlung wurde 1924 mit einer Schenkung gegründet, und man erwarb einige Gemälde, vor allem Landschaftsbilder, hinzu. Ein Museum wurde aber nicht geschaffen. Erst die Nationalsozialisten legten hierfür mit ihrer Kunst- und Kulturpolitik die Grundlagen. Ihr Ziel war die Verwirklichung des Traums vom Museum „schwäbischer“ Kunst.

Zwischen 1933 und 1945 wurden etwa 1800 Werke angeschafft, nicht wenige von eher zweit- oder drittklassiger Qualität. Eine Auswahl dieser Bilder und Skulpturen, die bisher noch nie gezeigt worden sind, kann man in acht Räumen anschauen. Rund 100 Gemälde zeigen zu Beginn eine angeblich als typisch schwäbisch erkennbare Landschaft, ansonsten dominieren Genredarstellungen wie Tierbilder oder Soldatenidyllen. Damit betrieben die Nazis eine betont rückwärtsgewandte Ankaufspolitik, die sich gegen die als „entartet“ gebrandmarkte moderne Kunst richtete. Am Schluss wird eindrucksvoll die mühsame Arbeit der Provenienzforschung anhand verschiedener Werke aus zumeist jüdischem Besitz nachvollziehbar gemacht.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Stuttgart

 

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♦ in|tra|mus|ku|lär  〈Adj.; Med.〉 innerhalb des Muskels (gelegen), in den Muskel hinein ● ~e Injektion [<lat. intra ... mehr

♦ Zi|tro|nen|me|lis|se  〈f. 19; Bot.〉 aus dem Mittelmeergebiet stammende Art der Melisse, die nach Zitronen duftet u. als Heil– u. Gewürzpflanze verwendet wird

♦ Die Buchstabenfolge zi|tr… kann in Fremdwörtern auch zit|r… getrennt werden.

kon|vex  〈[–vks] Adj.; Opt.〉 erhaben, nach außen gewölbt (Linse); Ggs konkav ... mehr

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