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Ausstellungen

Die jüdische Gemeinde im Mittelalter

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Der Ausgrabungsbereich: Zu erkennen sind Reste der Synagoge sowie eine Rekonstruktion des ursprünglichen Baus. (Foto: Barbara Nidetzky)

Das Jüdische Museum Wien wartet in seinem Gebäude an der Dorotheergasse mit einer exzellenten Ausstellung zum jüdischen Leben in der Donaumetropole auf. Jetzt kann man zusätzlich im zweiten Gebäude am Judenplatz eine neue Dauerausstellung sehen: „Unser Mittelalter! Die erste jüdische Gemeinde in Wien“.

Eine Erwähnung im Jahr 1194 nennt einen Münzmeister namens Schlom; er ist der erste urkundlich belegte Jude mit Wohnsitz in Wien. Am Beginn des 13. Jahrhunderts siedelten sich Jüdinnen und Juden rund um den heutigen Judenplatz an, wo sie rund 200 Jahre im engen Austausch mit der christlichen Bevölkerung lebten. Die Wiener Gemeinde entwickelte sich – nicht zuletzt dank zahlreicher einflussreicher Rabbiner – zu einer der bedeutendsten im mittelalterlichen Europa. Ihr jähes Ende fand sie durch Herzog Albrecht V., der die Wiener Juden in den Jahren 1420/21 berauben, vertreiben oder ermorden ließ. Zu besichtigen sind die Reste der 1421 zerstörten Synagoge, und man kann sich über die Topographie des ehemaligen jüdischen Viertels informieren. Dazu werden anhand einschlägiger Objekte Einblicke ins damalige Alltagsleben geboten. Der Katalog ist im Böhlau Verlag, Wien, erschienen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Wien

Achtung: Alle Angaben zu Ausstellungen wegen „Covid-19“-Pandemie ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch am jeweiligen Ausstellungsort.

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♦ Die Buchstabenfolge elek|tr… kann in Fremdwörtern auch elekt|r… getrennt werden.

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