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Ausstellungen

Freizeit auch für Arbeiter: 125 Jahre „Naturfreunde“

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Postkarte vom Padaster-Joch (bei Steinach am Brenner). Zu sehen ist das 1905 eröffnete Naturfreundehaus. (Bild: Archiv der Naturfreunde)

Die Wurzeln der „Naturfreunde“ liegen in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Alles begann mit einer Anzeige in der „Arbeiter-Zeitung“, die 1895 zur Gründung einer „touristischen Gruppe“ einlud. Auf sie antwortete auch der spätere österreichische Staatskanzler Karl Renner.

Zum 125-jährigen Bestehen der Naturfreunde ist im Museum „Das Rote Wien“ im Karl-Marx-Hof noch bis zum 24. Januar 2021 eine Ausstellung zu sehen, die sich der Geschichte der Bewegung widmet. Karl Renner entwarf das Emblem des Vereins: Es vereint das sozialdemokratische Symbol des Handschlags mit drei Alpenrosen. Der Wahlspruch lautete: „Hand in Hand durch Berg und Land“. Dahinter steckte der politische Kampf um Freizeit und Erholung auch für Arbeiter. 1900 eröffnete das erste Naturfreunde-Heim in Wien, dem viele folgen sollten. Dabei waren die Naturfreunde nicht unumstritten: In der SPD fürchtete man, das Wandern könne vom wahren politischen Kampf abhalten. Vor allem im „Roten Wien“ aber fand der „Touristenverein“ enormen Anklang. 1925 zählten die Naturfreunde schon 138 000 Mitglieder, die meisten in Österreich und Deutschland. In der Zeit des Nationalsozialismus war die Organisation verboten, erlebte aber nach 1945 einen neuen Aufschwung und hat sich heute auch dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Wien (A)

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