Früher Kontakt zwischen Kelten und Römern - wissenschaft.de
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Früher Kontakt zwischen Kelten und Römern

Diese keltische Tetadrachme (vermutlich 1. Jahrhundert v. Chr.) wurde 1942 bei Bratislava gefunden. (Bild: Slowakisches Nationalmuseum / Foto: Ľudmila Mišurova)

Einen neuen Einblick in die Geschichte der Kelten verspricht die Ausstellung „Biatec. Nonnos. Kelten an der mittleren Donau“ im Archäologischen Museum in Frankfurt am Main. Bis zum 1. Dezember 2019 sind hier noch Funde von der mittleren Donau zu sehen, die von einer Grabung auf dem Burgberg der slowakischen Hauptstadt Bratislava stammen. Dort stieß man auf Reste von monumentalen Steinbauten in römischer Bautechnik.

Die Ausstellung macht deutlich, welch wichtige Position der Burgberg eingenommen hat – er lag auf dem Kreuzungspunkt von Donauweg und Bernsteinroute. Der Berg war mit der Akropolis eines keltischen Oppidums bebaut, das, so glaubte man, einige Jahrzehnte vor der Zeitenwende zerstört worden sei. Zwar finden sich tatsächlich Zeugnisse einer gewaltsamen Zerstörung, doch zugleich auch Spuren einer am römischen Vorbild orientierten Lebensweise, wie bemalte Wände oder polierte Fußböden. Diese romanisierte Lebensform hatte sich offenbar schon herausgebildet, bevor die Römer vor Ort die Herrschaft übernahmen. Im Licht dieser Erkenntnis – der frühen Kontaktaufnahme von Kelten und Römern – werden auch Funde aus dem Rhein-Main-Gebiet neu befragt. Außerdem sind Münzen zu sehen, die die Herrschernamen „Biatec“ und „Nonnos“ tragen; sie sind der älteste Nachweis für Schriftgebrauch nördlich der Donau.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Frankfurt am Main

 

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