Interaktive Karte zum „Großen Hunger“ in Irland entwickelt - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Ausstellungen

Interaktive Karte zum „Großen Hunger“ in Irland entwickelt

In der Datenbank „The Irish Famine Project“ kann man die Bevölkerungszahlen einzelner Gemeinden vor und nach der großen Hungerkrise vergleichen. (Screenshot irishfamineproject.com)

Ein Wissenschaftler der Queen’s University in Belfast hat eine interaktive Karte von Irland entwickelt, die die Auswirkungen der „Großen Hungersnot“ von 1845 bis 1851 auf die Bevölkerungsentwicklung und -verteilung verdeutlicht. Die Große Hungersnot wurde ausgelöst durch die Missernten, die die Kartoffelfäule verursachte. Damit brach die Verfügbarkeit des Hauptanbau- und Hauptnahrungsmittels Kartoffel dramatisch ein. Etwa eine Million Iren starben an den Folgen des Hungers, über 1,5 Millionen wanderten aus. In einigen ländlichen Gemeinden ist ein Bevölkerungsschwund von 40 bis 60 Prozent zu verzeichnen. Die Karte zeigt aber, dass das nicht überall gleich war. Landflucht trieb die Menschen in die großen Städte wie Belfast, Dublin oder Cork, wo sie Arbeit suchten und, wenn das fehlschlug, im Arbeitshaus landeten. Die Karte zeigt zudem die Zunahme von Armut, die Entwicklung in der Landwirtschaft oder den Bildungsgrad der Menschen. Sie kann auf das Smartphone heruntergeladen werden.

Hier geht es zur Karte.

 

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

kol|lo|id  〈Adj.; Chem.〉 fein zerteilt, fein verteilt; oV kolloidal ... mehr

di|gi|ta|li|sie|ren  〈V. t.; hat; IT〉 Daten u. Ziffern von der analogen in die digitale Darstellung umsetzen

ovo|vi|vi|par  〈[ovovivi–] Adj.; Biol.〉 Eier mit entwickelten Embryonen legend [<ovipar ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige