Jerusalem zwischen Politik und Religion - wissenschaft.de
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Ausstellungen

Jerusalem zwischen Politik und Religion

Dieses Holzmodell der Grabeskirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. Derartige Modelle brachten die Pilger aus Jerusalem mit nach Hause. (Dr. Karl Schmitt-Korte, Frankfurt am Main)

Jerusalem ist in den letzten Wochen einmal mehr in die Schlagzeilen geraten, es steht erneut sein Hauptstadtstatus für Israel bzw. die Palästinenser zur Diskussion. Den historischen Hintergrund zu diesem Problem bietet die anregende Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ im Jüdischen Museum Berlin. Noch bis zum 30. April 2018 kann man sich den bewegten Geschicken der Stadt widmen und nachvollziehen, dass die Heiligkeit, die die Stadt für Muslime, Juden und Christen besitzt, zugleich Segen und Fluch war und ist: Die Stadt lebt von Wallfahrten, Pilgern und Touristen, während sie gleichzeitig immer wieder zum politischen Zankapfel wird. Am heftigsten umkämpft ist der Tempelberg mit seinen Heiligtümern aller drei Religionen, der Klagemauer, der Grabeskirche sowie dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee.

Die Schau zeigt in zehn Abteilungen, wie die Stadt zum spirituellen Zentrum, aber auch zur Kampfzone wurde. Von den heiligen Stätten, die durch Modelle repräsentiert sind, über Pilgerzeichen und Reliquien bis zu Zeugnissen frommer Wohltätigkeit reicht der Bogen, der Jerusalem als Pilgerziel veranschaulicht. Die bis 1914 wachsende Stadt und die Beziehung Preußens und besonders Berlins zu Jerusalem werden in einem anderen Teil zum Thema. Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit den Folgen des Sechstagekriegs von 1967 unter dem Motto „Die vereinte Stadt – geteilt“. Der Katalog ist im Wienand Verlag, Köln, erschienen.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin

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