Olivenöl aus Spanien, Marmor aus Afrika - wissenschaft.de
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Ausstellungen

Olivenöl aus Spanien, Marmor aus Afrika

Sonder-_Ausstellung_Warenwege_-_Warenflüsse____im_Römermuseum_Xanten_Eingangsbereich_zur_Ausstellung
Die Maus am Kornsack: In verschiedenen Gefäßen wurden die Waren transportiert (Blick in die Ausstellung). LVR-Archäologischer Park Xanten / LVR-RömerMuseum / Foto: Olaf Ostermann

Ein florierender Handel und ein weitgespanntes Verkehrsnetz gewährleisteten die Versorgung des riesigen Römischen Reichs mit Grundnahrungsmitteln ebenso wie mit Luxusgütern. Ein wichtiger Handelsplatz war Colonia Ulpia Traiana, die größte römische Stadt am Niederrhein (auf dem Gebiet des heutigen Xanten). Die große Ausstellung „Warenwege – Warenflüsse“ im LVR-Archäologischen Park lässt nachvollziehbar werden, wie man sich Transport und Handel vor 2000 Jahren vorzustellen hat.

Gewinnbringend wurden Seide, Kaschmirwolle, Weihrauch, Marmor und Bernstein, aber auch Wein, Fischsauce und Olivenöl umgeschlagen – immerhin war die stationierte römische Legion ein wichtiger Konsument. Ein reger Austausch herrschte auch mit den Germanen. Gewürze wie Pfeffer und Zimt kamen aus dem fernen Indien, wie Warenetiketten aus Blei bezeugen. Die Schau zeigt neben Nachbauten von Fuhrwerken und Handelsschiffen auch Exponate, die die Risiken des Warentransports veranschaulichen: Die Händler und Fuhrleute mussten mit Unwettern, Unfällen oder Wegelagerern rechnen. Weihesteine für Epona oder Merkur belegen, dass man die Götter für eine anstehende Reise günstig zu stimmen suchte. Die Besucher können zudem an Medienstationen in die Rolle eines römischen Händlers schlüpfen und versuchen, unter damaligen Bedingungen erfolgreich zu wirtschaften. Ein umfangreicher Katalog wurde vom Landschaftsverband Rheinland herausgegeben.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Xanten

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Atom|ra|di|us  〈m.; –, –ra|di|en〉 aus zwischenatomaren Abständen errechenbarer Radius eines Atoms unter der Annahme, dass das Atom eine Kugel sei

Halb|lei|ter  〈m. 3; Phys.〉 fester Stoff, der bei sehr tiefen Temperaturen den Strom nicht leitet, bei Erwärmung jedoch eine (oft schnell) mit der Temperatur anwachsende Leitfähigkeit zeigt (Germanium, Silicium, Selen, Zinkoxid)

ad|ap|tie|ren  〈V. t.; hat〉 1 anpassen (an die Umwelt) 2 für Film od. Funk umarbeiten ... mehr

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