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Ausstellungen

Der Orient im Zimmer

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„David übergibt Goliaths Haupt dem König Saul“ (Gemälde von Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1627). (Bild: Kunstmuseum Basel, Vermächtnis Max Geldner, Basel)

Rembrandt und seine Zeitgenossen waren fasziniert von den fernen Ländern, deren Waren im 17. Jahrhundert in großer Zahl in die Niederlande importiert wurden. Die Begeisterung für das Fremde wurde zu einer Mode, die eine neuartige Kunst entstehen ließ: Der Realismus der Malerei verband sich mit orientalisierenden Wunschbildern. Die Kehrseite dieser Weltaneignung wie Sklaverei, Handelskriege und Ausbeutung wurde allerdings nicht dargestellt.

Rembrandt besaß eine große Sammlung exotischer Objekte, die auch in seinen Bildern auftauchen. Lebensnah und zugleich verfremdet stellen die Gemälde eine Gegenwelt zum Alltag der calvinistischen Niederlande dar. Eine große Ausstellung im Museum Barberini widmet sich noch bis zum 27. Juni 2021 diesem reizvollen Thema. Gezeigt werden Rembrandts Darstellungen biblischer Figuren mit orientalisierenden Gewändern oder seine Porträtstudien (Tronies) von „Orientalen“. Wohlhabende Persönlichkeiten ließen sich zur Selbstrepräsentation gern von ihm oder seinen Schülern mit Turban oder vor kostbaren Teppichen verewigen. Die Schau blickt auch auf den globalen Handel, durch den die Objekte in die Niederlande kamen, während die Künstler selbst nie in den „Orient“ reisten. Er blieb ihre Konstruktion.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Potsdam

Achtung: Alle Angaben zu Ausstellungen wegen „Covid-19“-Pandemie ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch am jeweiligen Ausstellungsort.

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