Kuriose Tierstrafen - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Ausstellungen

Kuriose Tierstrafen

dam0720kn03.jpg
Der „Eselritt“ gehörte zu den mittelalterlichen Schandstrafen (historisierende Darstellung, 19. Jahrhundert). (Bild: Mittelalterliches Kriminalmuseum, Rothenburg ob der Tauber)

Welche Rolle spielten Tiere in der Rechtsgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit? Dieser Frage spürt das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber noch bis zum 31. Dezember 2020 nach. Die Ausstellung „Hund und Katz – Wolf und Spatz. Tiere in der Rechtsgeschichte“ widmet sich dem rechtlichen Verhältnis von Tieren und Menschen und führt die Besucher durch eine uns fremd anmutende Zeit der Tierprozesse und Tierstrafen.

Die Ausstellung präsentiert über 100 Exponate. Dabei werden sowohl rechtshistorische Ausstellungsstücke als auch Tierpräparate gezeigt. Die Objekte erzählen von Schweinen als Angeklagten in gerichtsförmigen Mordprozessen, von exkommunizierten Delphinen und Heuschrecken sowie von Kopfprämien für Spatzen und Mäuse. Gesetzestexte und bildliche Darstellungen machen anschaulich, dass Tiere bei der Durchführung grausamer Todesstrafen eine Rolle spielten, etwa beim Hängen mit Hunden oder beim Vierteilen mittels Pferden. Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung aber auch dem Spannungsverhältnis von Tier und Mensch außerhalb des strafrechtlichen Kontexts. Multimediastationen vermitteln etwa, welche Gefahr für die Menschen in der Vergangenheit von Tieren ausging. Die Sonderausstellung bietet zudem Exkurse zum Nutztier, zum Werwolf, zu Hexen-, Fabel- und Wappentieren. Der Katalog ist im EOS Verlag, St. Ottilien, erschienen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Rothenburg ob der Tauber

 

Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Me|ta|pha|se  〈f. 19; Biol.〉 bestimmtes Stadium der Kernteilung einer Zelle [<grch. meta ... mehr

Push–and–pull–The|o|rie  〈[puændpul–] f. 19; unz.; Geogr.〉 Theorie zur Deutung von Bevölkerungswanderungen zwischen Gebieten mit unterschiedlichen Lebensstandards u. Arbeitsmöglichkeiten, z. B. zw. Land u. Stadt [engl., eigtl. ”Abstoßung und Anziehung“]

Ama|rant  〈m. 1; Bot.〉 = Amaranth

» im Lexikon stöbern

Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

Hören Sie hier die aktuelle Episode:

Anzeige
Anzeige