Spektakulär: Archäologische Funde und ihre Deutung - wissenschaft.de
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Spektakulär: Archäologische Funde und ihre Deutung

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Römischer Pferdekopf, der in Waldgirmes (Mittelhessen) gefunden wurde und aus der Zeit zwischen 4 v. Chr. und 16 n. Chr. stammt. Er war wohl Teil eines Reiterstandbildes. (Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE / Foto: Pavel Odvody)

Eine Schau der Superlative, das hat der Gropius-Bau in Berlin noch bis zum 6. Januar 2019 zu bieten: In „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ sind spektakuläre archäologische Funde zu bestaunen, von der „Himmelsscheibe von Nebra“ (jetzt allerdings nur noch in Kopie zu sehen) über herausragende Beispiele der Eiszeitkunst und die berühmten Goldhüte aus der Zeit um 1000 v. Chr. bis hin zum spätantiken Hort von Rülzheim, zu dem der verzierte Klappstuhl einer Fürstin gehört. Auch ins 16. Jahrhundert wird mit Destillierkolben aus einer Wittenberger Alchemistenstube ausgegriffen.

Mit den vier Hauptbereichen „Mobilität“, „Austausch“, „Konflikt“ und „Innovation“ präsentiert die Schau einen neuen historischen Deutungsansatz, nach dem die Funde sortiert werden. Schon vor Tausenden von Jahren prägten Migration sowie Konflikte die Geschicke der Menschen. Zu sehen sind etwa die Überreste der Schlacht von Tollense (Mecklenburg-Vorpommern), die um 1300 v. Chr. stattfand und damit die früheste belegbare Schlacht auf europäischem Boden darstellt. Eine andere Form der Auseinandersetzung lässt sich in den zahlreichen Zeugnissen für Bilderstürme fassen: So verbauten etwa die Wiedertäufer in Münster Kirchenskulpturen in der Stadtmauer. Hortfunde wiederum zeigen, wie weiträumig auch schon in frühen Zeiten der Austausch von Waren funktionierte; die Elite etwa wollte an den Innovationen anderer Regionen teilhaben.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Berlin.

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