Träume von Entgrenzung: Kunst in der DDR - wissenschaft.de
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Träume von Entgrenzung: Kunst in der DDR

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Das Gefühl überschreitet die Grenzen der Realität: „Schwebendes Liebespaar“ (Wolfgang Mattheuer, 1970). (Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

„DDR-Kunst“ wird wieder gezeigt. Nach der großartigen Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“, die bis Anfang des Jahres im Museum Barberini in Potsdam zu sehen war, kann man sich nun auch in Schwerin davon überzeugen, dass sich DDR-Künstler nicht auf den verordneten „Sozialistischen Realismus“ reduzieren ließen. Leise, aber wahrnehmbar, schlich sich auch Kritisches in die Kunst. Die in der Schau „Hinter dem Horizont …“ noch bis zum 7. Oktober 2018 präsentierten Gemälde, Plastiken, Zeichnungen und Graphiken stammen aus der Sammlung des Staatlichen Museums.

In Porträts, Landschaften und Stillleben konnten auch Träume ausgedrückt werden, und in manchem Gemälde, in Aktionen und Performances eröffnet sich ein Projektions- und Vorstellungsraum, der den eng begrenzten Horizont der DDR-Wirklichkeit überschritt. Beispiel ist etwa das „Schwebende Liebespaar“, das Wolfgang Mattheuer 1970 malte. Geradezu subversiv wirkt dagegen das „Frühstück eines Funktionärs“ von Christoph Wetzel aus dem Jahr 1972, bei dem neben der Kaffeetasse ein Tablettenröhrchen liegt. Gezeigt werden insgesamt 100 Werke, darunter „Mail Art“: In Briefen und Karten wurde so grenzüberschreitende künstlerische Kommunikation möglich. Der Katalog ist im Sandstein Verlag, Dresden, erschienen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Schwerin

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