Wechselvolle Beziehungen zwischen Sachsen und Böhmen - wissenschaft.de
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Ausstellungen

Wechselvolle Beziehungen zwischen Sachsen und Böhmen

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Meisterwerk der Goldschmiedekunst: das Kopfreliquiar der heiligen Ludmilla von Böhmen (Prag, um 1300). (Metropolitní kapitula u sv. Víta v Praze / Foto: David Pinzer)

Den Beziehungen zwischen Böhmen und Sachsen von der Steinzeit bis heute widmet sich eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz noch bis zum 31. März 2019. Wechselhaft waren sie: Konflikte um Herrschaftsansprüche standen Heiraten und Friedensschlüssen gegenüber, feindliche Abgrenzung einem regem Kulturaustausch.

Die Schau „Sachsen Böhmen 7000“ präsentiert zum einen bedeutende archäologische Funde, darunter 100 Objekte aus dem Nationalmuseum in Prag. Zu sehen sind Flachbeile der frühen Bronzezeit (2300 – 1700 v. Chr.), Glasarmringe und Goldmünzen der La-Tène-Kultur sowie Grabbeigaben der römischen Kaiserzeit. Zum anderen werden Kunstschätze aus Mittelalter, Renaissance und Barock präsentiert, so das goldene Kopfreliquiar der Ludmilla, die 874/75 den böhmischen Přemysliden Bořivoj I. heiratete und damit wohl die erste namentlich bekannte Person der sächsisch-böhmischen Beziehungsgeschichte ist. Anschauen kann man auch die älteste Darstellung von Jan Hus als Märtyrer oder Bilder von Lukas Cranach dem Älteren.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Chemnitz

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