Kassel Wirtschaft – Kunst – Politik: Landgraf Carl von Hessen - wissenschaft.de
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Kassel

Wirtschaft – Kunst – Politik: Landgraf Carl von Hessen

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Dieses Gemälde von Jan van Nickelen (um 1716) zeigt die Wasserspiele im Park von Schloss Wilhelmshöhe. (Museumslandschaft Hessen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister / Foto: Ute Brunzel)

Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654-1730) ist in die Geschichte eingegangen: Er ließ den eindrucksvollen Bergpark Wilhelmshöhe mit seiner Wasserkunst anlegen, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Landesausstellung im Fridericianum in Kassel widmet sich noch bis zum 1. Juli 2018 diesem bedeutenden Herrscher. Die Schau beleuchtet anhand von Gemälden, Zeichnungen, Objekten und Dokumenten seine Bau-, Forschungs- und Kulturprojekte ebenso wie seine Wirtschaftsmaßnahmen, seine Heiratspolitik und den Fortgang seiner Dynastie.

In 50 Jahren Regierungszeit gelang es Landgraf Carl, sein durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstetes Territorium wirtschaftlich zu konsolidieren, auch weil er aus Frankreich vertriebene Hugenotten ansiedelte, so dass die Landgrafschaft von deren Know-how profitieren konnte. Dass er auch sein stehendes Heer an verschiedene Herrscher in ganz Europa für deren Kriege vermietete und daran gut verdiente, ist nicht ohne Kritik geblieben. Carl baute eine umfangreiche Kunstsammlung auf und gründete das Collegium Carolinum, eine höhere Schule mit naturwissenschaftlichem Profil. Seine Kinder verheiratete er erfolgreich in ganz Europa – sein Sohn Friedrich wurde sogar König von Schweden. Doch nicht alle Projekte gelangen Carl: Sein Plan, einen großen Kanal von Karlshafen an der Weser bis nach Kassel zu bauen, wurde nicht realisiert. Der Katalog ist im Michael Imhof Verlag erschienen.

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