Wovor hatten die Deutschen Angst? - wissenschaft.de
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Ausstellungen

Wovor hatten die Deutschen Angst?

Spiel des Jahres 1987: Das Brettspiel "Sauerbaum" greift die Thematik des Waldsterbens auf. (Bild: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker)

Sie ist zum Schlagwort geworden, die „German Angst“. Ist Angst tatsächlich eine typisch deutsche Gefühlslage? Und wovor hatten die Deutschen in der Vergangenheit Angst? Diesen Fragen geht eine Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch bis zum 19. Mai 2019 nach.

Die Angst vor Zuwanderung mag sehr aktuell erscheinen, doch kann man erkennen, dass ähnliche Befürchtungen wie heute auch 1992 herrschten, als vor allem Bürgerkriegsflüchtlinge aus Exjugoslawien nach Deutschland kamen. Geht man weiter zurück, so stößt man unschwer auf andere Bereiche, etwa die Angst vor einem Atomkrieg – gegen den 1957/58 ebenso demonstriert wurde wie in den 1980er Jahren –, vor Umweltzerstörung (Kernkraftwerke, „Waldsterben“) oder vor dem Überwachungsstaat („der gläserne Mensch“, Volkszählung). Die Ausstellung zeigt, was die Ängste entzündete, welche Reaktionen diese hervorbrachten und wie sie wieder verschwanden. Zwar gab und gibt es auch in anderen Ländern kollektive Ängste, doch scheinen sie in Deutschland besonders stark ausgeprägt zu sein, was die Ausstellung auf die Erfahrung von Krieg, Diktatur und Holocaust zurückführt.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Bonn

 

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