Antennen in der Wüste - wissenschaft.de
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Bild der Woche

Antennen in der Wüste

Foto: ICRAR/Curtin University

Wie eine Pusteblume sehen die 256 Antennen im westaustralischen Outback aus. Dort testet ein internationales Team von Ingenieuren und Astrophysikern einen Teil des größten geplanten Radioteleskops der Welt – dem Square Kilometre Array Project (SKA). Der Name ist Programm: Ziel des Projektes ist es, auf einer Antennen-Fläche von mindestens einem Quadratkilometer Daten zu sammeln – verteilt auf verschiedene Standorte. Die Gesamtgröße entspricht dann etwa fünfmal der Fläche des bisher größten Radioteleskops in China, das einen Durchmesser von 500 Metern besitzt.

In Australien haben die Forscher „SKA-low“ stationiert. Diese Antennen sollen die niedrigen Radiofrequenzen von 50 bis 350 Megahertz aus dem All aufzeichnen. Dafür wurde nun der Prototyp (im Bild) fertiggestellt. In der Region Karoo in Südafrika werden Stationen für mittlere (ab 400 Megahertz) und hohe Frequenzen gebaut. Die beiden Regionen liegen weit ab von Städten und sind daher vor störenden Strahlungsquellen wie Mikrowellen, Mobiltelefonen oder WiFi geschützt. So können auch deutlich schwächere kosmische Signale aufgespürt werden.

Mit dem SKA Project kann der Himmel so detailliert wie nie zuvor und Hunderte Male schneller vermessen werden als mit den Teleskopen, die bislang in Betrieb sind. Der Aufbau des Projekts soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

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