Ausgeklinkter Kiefer - wissenschaft.de
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Ausgeklinkter Kiefer

Um ihre Beute zu schnappen, wenden viele Fische einen raffinierten Trick an: Sie lassen blitzschnell ihre Kiefer vorschnellen, wie hier im Bild der Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus). So ist die nächste Mahlzeit gesichert. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass diese Fähigkeit relativ „neu“ ist. Die Evolution der Fische reicht 400 Millionen Jahre zurück, ihren Kiefer-Trick wenden sie dagegen erst seit etwa 100 Millionen Jahren an. Seit diesem Zeitpunkt setzte sich die neue Jagdmethode rasant durch. Zudem konnten die Fische ihre Kiefer immer weiter ausfahren. Die Mehrzahl heutiger Fischarten besitzt diese Fähigkeit. Das hat sich auch auf die Beute ausgewirkt: „Wir denken, dass dies im Verlauf der Evolution dazu führte, dass sich Beutetiere verstecken, indem sie kleiner oder nachtaktiv geworden sind oder sich in Löchern verbergen“, erklärt Studienleiter David Bellwood von der James Cook University in Australien. „Heutzutage sind Krustentiere an Korallenriffen im Durchschnitt weniger als einen Millimeter groß. Das könnte eine Folge des gestiegenen Jagddrucks durch die Raubtiere sein.“

Foto: Joao Paulo Krajewski

© wissenschaft.de – Ruth Rehbock
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Wissenschaftslexikon

Er|dau|e|rung  〈f. 20; unz.〉 das Erdauern

Gy|ro|skop  auch:  Gy|ros|kop  〈n. 11; Phys.〉 Gerät zum Nachweis der Wirkung äußerer Kräfte auf einen rotierenden Körper (Kreisel), wird z. B. zum Nachweis der Achsendrehung der Erde od. als Kreiselkompass verwendet ... mehr

Ral|le  〈f. 19; Zool.〉 Angehörige einer Familie der kranichartigen Vögel mit kurzen Flügeln, langen Beinen u. großen Zehen: Rallidae [<frz. râle ... mehr

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