Die andere Seite des Erdmondes - wissenschaft.de
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Die andere Seite des Erdmondes

Foto: China National Space Administration

Wenn wir in einer wolkenlosen Vollmondnacht zum Himmel blicken, sehen wir den Erdtrabanten kugelrund und silbern mit ein paar dunklen Flecken. Und egal, zu welchem Zeitpunkt oder von welchem Ort aus wir das tun, wir bekommen immer nahezu die gleiche Seite des Mondes zusehen. Denn in einem Monat umrundet er einmal die Erde und dreht sich dabei auch um seine eigene Achse. Das erste Foto von der erdabgewandten Seite des Mondes machte am 4. Oktober 1959 die sowjetische Raumsonde Luna 3. Doch nun ist erstmals eine Sonde sicher auf der für uns Menschen noch unbekannten Seite gelandet. Bisher haben Sonden den Mond umkreist und sind am Ende ihrer Missionen auf den Mond abgestürzt.

Am 3. Januar 2019 veröffentlichte die China National Space Administration die ersten Aufnahmen der Raumsonde Chang’e-4. Fotos und Informationen werden mithilfe des Satelliten Queqiao (deutsch: Elsternbrücke) übertragen. Denn ein direkter Funkkontakt zur Erde ist nicht möglich. Nicht nur deshalb war die Landung im sogenannten von-Karman-Krater nahe des Südpols herausfordernd: Im Gegensatz zur erdzugewandten Seite gibt es auf der abgewandten Mondseite weniger geeignete Landeplätze. Die Oberfläche ist von vielen, unterschiedlich großen Kratern zerklüftet.

Deutsches Experiment mit an Bord

Ein Roboterfahrzeug soll jetzt die Umgebung erkunden. Auf der „Rückseite“ des Mondes haben Astronomen beste Bedingungen für Experimente: Abgeschirmt von der Erdatmosphäre müssen sie  keine Interferenzen wie Funkstörungen befürchten.

An Bord von Chang’e-4 ist auch ein Experiment von Forschern der Universität Kiel. Das mit Sensoren ausgestattete Messgerät soll lebensgefährliche Neutronenstrahlung im Boden messen und Wasser aufspüren. Im besten Fall erfahren die Wissenschaftler durch die Experimente mehr über die Entstehung des Mondes und können sich in Zukunft besser auf weitere auch bemannte Missionen vorbereiten.

Der erste Astronaut auf dem Mond war Neil Armstrong. 1969 während der Mission Apollo 11 sprach er den berühmten Satz: „One small step for [a] man, one giant leap for mankind.“ Bis heute betraten zwölf Astronauten den Erdtrabanten und hielten sich insgesamt 160 Stunden auf seiner Oberfläche auf.

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Zum diesjährigen 50. Jubiläum der Mondlandung können Sie mehr über die Missionen im aktuellen Sonderheft von bild der wissenschaft lesen.

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