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Gletscher im Schmelztiegel

Die Gletscher in Alaska, den Anden, Alpen und im Himalaya schrumpfen. Auch die Eisschilde in der Arktis und Antarktis verlieren an Volumen. Forscher kennen weltweit 5200 Gletscher in 19 Regionen der Erde und wissen, dass diese seit der Zeit um 1900 mehr an Masse verlieren als zulegen.

Während der wenigen Jahre des 21. Jahrhunderts geht das Gletschereis rascher zurück als zuvor – wie der Columbia Gletscher in Alaska: Oben sein Zustand im Jahr 2015, unten im Jahr 2009. „Der Hauptgrund für den seit Kurzem beschleunigten Rückgang an Eis sind wärmere Temperaturen“, erklären Geologen um Patrick Burkhart von der Slippery Rock University in Pennsylvania. Die Folge ist ein steter Anstieg des Meeresspiegels. Bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad bis 2050 im Mittel könnten die Meere um 20 Zentimeter ansteigen, hat ein Forscherteam um Svetlana Jevrejeva vom National Oceanography Centre in Liverpool berechnet. Weniger Gletschermasse bedeutet auch: Es wird im Winter weniger Wasser im Eis gebunden, das während der Sommerzeiten dann als Trinkwasser, zur Bewässerung in der Landwirtschaft oder zum Antrieb von Wasserkraftwerken zur Verfügung stehen würde.

Der Grund für den Temperaturanstieg: „Die gesamte Forschung zusammengenommen liefert ein hohes Maß an Sicherheit, dass die Erwärmung, die hauptsächlich durch den vom Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen entsteht, den Rückgang der Gletscher auslöst.“ Das erklären die Forscher Patrick Burkhart von der Slippery Rock University, Richard Alley von der Pennsylvania State University, Lonnie Thompson von der Ohio State University, James Balog vom Earth Vision Institute in Boulder, Paul Baldauf von der Nova Southeastern University und Gregory Baker von der University of Kansas. Also sechs von geschätzten weltweit 400.000 Klimaforschern , die ebenfalls der Ansicht sind, dass die Klimaerwärmung menschengemacht ist.

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Fotos: James Balog and the Extreme Ice Survey

Quelle:

© wissenschaft.de – Karin Schlott
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Wissenschaftslexikon

schun|keln  〈V. i.; hat〉 sich im Sitzen zu Musik u. Gesang hin u. her wiegen, wobei man die Sitznachbarn unterhakt [Nebenform zu schuckeln; ... mehr

gum|mös  〈Adj.; Med.〉 von Gumma befallen, Gummen bildend

His|to|ne  〈Pl.; Biochem.〉 basische Proteine, die an das genetische Material der Eukaryonten gebunden sind

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