Himmel in Radio-Farben - wissenschaft.de
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Himmel in Radio-Farben

Könnte das menschliche Auge Radiowellen sehen, dann würde es den Nachthimmel so erblicken – mit der Milchstraße als leuchtendem Band. Leider hat der Mensch diese Fähigkeit nicht, aber dafür kennt er Mittel und Wege, trotzdem einen Anblick in „Radio-Farben“ zu bestaunen: und zwar mit dem „Murchinson Widefield Array in Australien.

Mithilfe dieses Radioteleskops haben Astronomen im Rahmen des GLEAM Survey (Galactic and Extragalactic All-sky Survey) 300.000 Galaxien erfasst. Einige davon zeichnen sich auf dem Bild als funkelnde Streusel am Firmament ab.

„Das menschliche Auge sieht, indem es die Kontraste in drei verschiedenen Primärfarben vergleicht – rot, grün und blau“, erklärt Natasha Hurley Walker von der Curtin University und dem International Centre for Radio Astronomy Research. „GLEAM leistet da mehr, es beobachtet den Himmel in 20 Primärfarben.“ Das stellt selbst das weitsichtigste Exemplar der Tierwelt in den Schatten: Der Fangschreckenkrebs (Stomatopoda) kann „nur“ bis zu zwölf Farbkanäle unterscheiden, auch solche im UV-Bereich.

Das Murchison Widefield Array besteht aus vielen kleinen Radioteleskopen, die über ein etwa drei Kilometer großes Feld verteilt sind. Für die Radio-Durchmusterung GLEAM haben die Geräte den Großteil des Himmels südlich von 30 Grad nördlicher Breite kartiert. „Das ist der erste Radio Survey, der den Himmel in solch erstaunlicher Farbenpracht darstellt“, sagt Natasha Hurley Walker

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Foto: Radio image by Natasha Hurley-Walker (ICRAR/Curtin) and the GLEAM Team. MWA tile and landscape by Dr John Goldsmith/Celestial Visions

© wissenschaft.de – Ruth Rehbock/Karin Schlott
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tem|po|ral  〈Adj.; Med.〉 zur Temporalis gehörend, von ihr ausgehend

aufspie|len  〈V.; hat〉 I 〈V. t. u. V. i.〉 1 Musik machen 2 〈Sp.〉 in einer bestimmten Weise, mit einer speziellen Taktik spielen ... mehr

An|ti|klopf|mit|tel  〈n. 13; Kfz〉 Zusatz zu Vergaserkraftstoffen (z. B. Bleitetraethyl), der ein vorzeitiges Entzünden des Kraftstoff–Luft–Gemisches bei der Kompression im Motor verhindern soll

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