Jagd auf Planeten - wissenschaft.de
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Bild der Woche

Jagd auf Planeten

Foto: SPECULOOS Team/E. Jehin/ESO

„First Light“ nennen Astrophysiker es, wenn Teleskope ihre ersten Test- und Kalibrierungsaufnahmen machen. Das Ergebnis sind wunderschöne Fotos von funkelnden Sternen. Das Bild oben zeigt das Zentrum des Carina-Nebels und wurde vom Teleskop Europa gemacht. Dieses steht – wie seine drei Geschwister Io, Ganymed und Callisto – seit Anfang Dezember auf dem Gelände des Paranal-Observatoriums des European Southern Observatory (ESO). Ab Januar 2019 werden die vier Teleskope in Betrieb genommen. Benannt wurden sie nach den Galileischen Monden, den vier größten Jupitermonden. Am Standort im Norden Chiles herrschen beste Bedingungen, um Sterne zu beobachten: Weit weg von der nächsten Stadt ist der Himmel dunkel. Mithilfe der Teleskope widmen sich Astrophysiker der großen Frage: Gibt es andere Planeten in unserem Universum, die der Erde ähneln und die wir in Zukunft bewohnen könnten?

„Aufregende Zeiten für die Exoplanetenforschung“

Michaël Gillon von der Universität Lüttich ist der Forschungsleiter des Projekts SPECULOOS. Die Abkürzung steht für „Search for habitable Planets EClipsing ULtra-cOOl Stars“. Er sagt: „Diese neuen Teleskope werden es uns ermöglichen, die nahegelegenen erdähnlichen Welten im Universum genauer zu erforschen, als wir es uns noch vor zehn Jahren hätten vorstellen können. Das sind ungeheuer aufregende Zeiten für die Exoplanetenforschung.“

Als Exoplaneten, oder auch extrasolare Planeten, werden Himmelskörper bezeichnet, die nicht – wie etwa die Erde – zum Sonnensystem gehören, sondern stattdessen unter dem gravitativen Einfluss eines anderen Sterns stehen. Forscher suchen Exoplaneten mit der sogenannten Transitmethode: Dabei wird ein Stern mit Teleskopen beobachtet. Lässt seine Helligkeit für einige Zeit nach, kann man davon ausgehen, dass der Stern teilweise von einem vorbeiziehenden Planeten verdeckt wird.

Europa, Io, Ganymed und Callisto sind mit hochempfindlichen Kameras ausgestattet. Dadurch können auch leuchtschwache Sterne bestens beobachtet werden. Und wer weiß, vielleicht werden die Astrophysiker schon bald fündig und können einen möglicherweise bewohnbaren Planet, so groß wie die Erde, weiter erforschen.  

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