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Namenlose Schöne

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Namenlose Schöne 

Noch ist sie namenlos: eine neu entdeckte Wasserlilien-Art. Pflanzenexperte Carlos Magdalena von Londons Kew Gardens, einem der ältesten botanischen Gärten der Welt, fand das schöne Gewächs während einer dreiwöchigen Feldexpedition im Westen Australiens. Magdalena und seine Kollegen waren dorthin gereist, um auf Seerosen-Jagd zu gehen. Ein mitunter gefährliches Unterfangen, denn in den Gewässern lauern auch Jäger einer völlig anderen Art: Salzwasser-Krokodile. Die Botanik-Spezialisten prüften deshalb akribisch Tümpel, Teiche und Bäche, bevor sie sich an das Sammeln von Pflanzenproben machten. Mit Erfolg: Das Team blieb nicht nur unbeschadet, sondern kehrte sogar mit einer neuen Seerosen-Art nach Hause.

Schon zuvor waren die Experten von Kew Gardens im Norden Australiens auf Expedition gegangen. Dort hatte sie eine besondere Wasserlilie entdeckt, glaubte allerdings, dass es sich um eine Kreuzung handelt und keine neue Art. Als sich die Seerose dann auch Tausende Kilometer entfernt im Südwesten des Kontinents fand, war klar: Diese Wasserlilie ist neu. „Es war eine Riesenüberraschung jetzt diese Entdeckung zu machen“, erklärt Carlos Magdalena begeistert. „Die erste Population zu finden war ein Schock, aber dann entdeckten wir Bäche voll von dieser Art – das war atemberaubend!“ Jetzt sollen DNA-Tests aber noch Sicherheit bringen, dass es sich tatsächlich um eine neue Art handelt.  

Foto: Carlos Magdalena, Royal Botanic Gardens Kew

© wissenschaft.de – Karin Schlott/Ruth Rehbock
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