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Pfui, Spinne?


Gestatten Sie, dass wir vorstellen: Das ist Eriauchenius milajaneae, eine Art aus der Gattung der Mörderspinnen, die durch ihr ungewöhnliches Äußeres bestechen. Die Spinnentiere besitzen einen eiförmigen Hinterleib, einen langgestreckten Kopf und lange Kieferklauen (rechts im Foto zu sehen), sogenannte Chelizeren, mit denen die Exoten Jagd auf andere Spinnen machen. Die Körperform erinnerte offenbar manchen Betrachter an einen schwimmenden Pelikan – im Englischen jedenfalls werden die Mörderspinnen auch als „Pelican Spiders“ bezeichnet. Mit der Größe der Vögel haben die Tiere allerdings wenig gemein: So zusammengekauert wie auf dem Bild ist die Spinne nur etwa drei Millimeter lang.

Das Exemplar von Eriauchenius milajaneae im Bild ist ein Weibchen und gehört zu einer von 18 jüngst entdeckten und erstmalig beschriebenen Arten von Mörderspinnen, die auf Madagaskar leben. Wie die Männchen dieser Art aussehen, ist noch unbekannt. Weil die winzigen Zeitgenossen in abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen heimisch sind, blieben sie bisher weitgehend unerforscht. Hannah Wood, Kuratorin für Spinnen und Tausendfüßler am Smithsonian’s National Museum of Natural History hat hunderte Mörderspinnen sowohl in freier Wildbahn als auch in Museumssammlungen untersucht. Eriauchenius milajaneae kennt sie nur durch drei Exemplare aus Museen. Sie und ihr dänischer Kollege Nikolaj Scharff von der Universität Kopenhagen haben die 26 derzeit bekannten Arten der Mörderspinnen in der Fachzeitschrift Zookeys beschrieben.

Foto: Hannah Wood, Smithsonian

© wissenschaft.de – Jana Burczyk
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freige|ben  auch:  frei ge|ben  〈V. t. 143; hat〉 I 〈Zusammen– u. Getrenntschreibung〉 1 in Freiheit setzen (Sklaven), entlassen ... mehr

Pa|pri|ka  auch:  Pap|ri|ka  I 〈m. 6; Bot.〉 Nachtschattengewächs, das als Gewürz– u. Gemüsepflanze angebaut wird: Capsicum annuum; ... mehr

ver|kehrs|güns|tig  〈Adj.〉 hinsichtlich der Verkehrsanbindung günstig gelegen

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