Pinke Holzzellen - wissenschaft.de
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Bild der Woche

Pinke Holzzellen

Bild: Dongbo Shi

Es ist das Baumaterial für Häuser, wird zu Möbeln verarbeitet und in so manchem Kachelofen verbrannt: Holz. Obwohl wir diesen vielseitigen Rohstoff häufig nutzen, ist bisher nur wenig darüber bekannt, wie er entsteht. Forscher der Universität Heidelberg haben nun mehr über das sogenannte Kambium herausgefunden. Diese dünne Schicht zwischen Borke und Holz lässt Bäume wachsen. Sie besteht aus Stammzellen, die sich von Frühling bis Herbst teilen, sodass der Baum dicker wird. Im Holz entstehen so auch die charakteristischen Ringe, an denen man das Alter eines Baumes ablesen kann.

Doppelgesichtige Kambium-Stammzellen

Das Erstaunliche: Die vom Kambium produzierten Zellen erzeugen nicht ausschließlich Holz. Sie sind auch der Ursprung des Basts, eines Gewebes zwischen Kambium und Borke. Bast-Fasern verwendet man etwa zur Herstellung von Seilen und Textilien. Das Forscherteam hat die doppelgesichtigen Stammzellen während eines Experiments auf Molekularebene näher untersucht. Dazu markierten sie die Stammzellen mit fluoreszierenden Proteinen. Auf dem Bild sind zwischen den pink leuchtenden Holzzellwänden in Grün zwei Zellen zu sehen, die jeweils aus einer Kambium-Stammzelle entstanden sind. Die Forscher konnten beobachten, wie sich die Zellen teilten und sich nach innen zu Holz- und nach außen zu Bastgewebe weiterentwickelten.

Bäume gewinnen die Energie für ihren Wachstum während der Photosynthese: Sie nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und wandeln es mithilfe von Sonnenenergie in Zucker um. Dabei entsteht auch Sauerstoff, den sie in die Atmosphäre abgeben. Mehr zu Bäumen, deren Eigenschaften und Mechanismen von Pflanzenintelligenz lesen Sie in der März-Ausgabe von bild der wissenschaft.

Die Forscher der Universität Heidelberg veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Development“.

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