Wunderwesen unter Wasser - wissenschaft.de
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Wunderwesen unter Wasser

Auch wenn Plankton nur mikroskopisch klein ist, Peanuts der Weltmeere sind die kleinen Lebewesen nicht. Immerhin produzieren sie die Hälfte des Sauerstoffs in den Ozeanen, speichern CO 2 und bilden für viele Organismen das erste Glied in der Nahrungskette. Um mehr über die verschiedenen Arten von Plankton zu erfahren, ist ein internationales Forscherteam mit dem Schoner TARA von 2009 bis 2013 über die Ozeane gekreuzt und hat nicht weniger als 35.000 Plankton-Proben gesammelt. Eine davon ist auch der winzige Wasser-Krabbler im Bild.

Jetzt präsentierten die Wissenschaftler ihre ersten Ergebnisse. Mikroben, Viren, Algen oder Fischlarven – von allem, was den Forschern ins Netz ging, sequenzierten sie die DNA. „Analysen ergaben ungefähr 40 Millionen Gene, von denen der überwiegende Teil für die Wissenschaftler neu ist“, sagt Biologe Patrick Wincker vom französischen Institut Genoscope. „Daraus ergibt sich eine viel breiter gefächerte Biodiversität für Plankton als bisher angenommen.“

Die Biologen stellten auch fest, dass sich Planktonarten je nach Umgebungstemperatur zu Gemeinschaften zusammenschließen. „Die Tatsache, dass die Temperatur für die Anwesenheit verschiedener Arten den Ausschlag gibt, ist besonders relevant im Zusammenhang mit dem Klimawandel“, so Chris Bowler vom Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Von den Proben erhofft er sich jedenfalls weitere Ergebnisse: „Die Ressourcen, die wir erstellt haben, ermöglichen es uns und anderen, sich noch eingehender mit dieser unsichtbaren Welt zu beschäftigen und ihre Gesetzmäßigkeiten zu verstehen.“

Foto: M. Ormestad-Kahikai, TARA Expeditions

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© wissenschaft.de – Karin Schlott/Ruth Rehbock
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