Der Snowflake-Man und seine Schönheiten - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

Der Snowflake-Man und seine Schönheiten

Wilson Bentley lebte von 1865 bis 1931 in der Kleinstadt Jericho im US-Bundesstaat Vermont. Eigentlich war er Farmer, die Schneeflocken-Fotografie betrieb er als Hobby.

Bild 1 von 15

Wilson Bentley lebte von 1865 bis 1931 in der Kleinstadt Jericho im US-Bundesstaat Vermont. Eigentlich war er Farmer, die Schneeflocken-Fotografie betrieb er als Hobby. (Foto: Wilson Bentley/gemeinfrei)

Schneeflocken sind kurzlebige Schönheiten: Ihre filigrane Struktur schmilzt schnell dahin oder sublimiert sogar. Dann wechselt der Eiskristall direkt von fest zu gasförmig und ist verschwunden. Dem Farmer und Hobbyfotografen Wilson Bentley gelang es schon vor mehr als 100 Jahren, Schneeflocken zu fotografieren. Bis heute haben seine Bilder große Bedeutung.

Mehr als 5000 Bilder hat Bentley in seinem Leben von Schneeflocken gemacht, und alle sahen unterschiedlich aus. Deshalb ging man lange davon aus, dass sich niemals zwei Schneeflocken genau gleichen können. Erst 1988 entdeckte die Forscherin Nancy Knight am National Center for Atmospheric Research in Colorado zwei identische Schneeflocken und widerlegte damit die Annahme, die fast schon zur Volksweisheit geworden war.

Wilson Bentley war eigentlich Farmer in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Vermont. Mit dem Fotografieren der Flocken begann er, weil es ihm nicht gelang, sie zu zeichnen – viel zu schnell waren die filigranen Kristalle verschwunden.

Wegen der Kristallstruktur von Wasser haben Schneeflocken häufig eine sechseckige Symmetrie und fast immer, im Detail betrachtet, eine besondere Ästhetik. Bentley sprach von Schneeflocken als „winzige Wunder voll Schönheit“ und von Kristallen als „Eisblumen“. Damit sich solche Schönheiten in den Wolken bilden, muss es dort allerdings -12° Celsius oder kälter sein. Auf die Erde fallen die Flocken von dort aus mit gereade mal vier Kilometer die Stunde und nehmen auf dem Weg ihre besonderen Formen an. Wenn es sehr kalt ist, entstehen vor allem flache Plättchen, bei höheren Temperaturen auch „Sterne“.

Unsere Bildstrecke zeigt die vielfältige Schönheit der Schneeflocken und den begeisterten „Snowflake-Man“ Wilson Bentley.

Anzeige

Fotos: Wilson Bentley/gemeinfrei.

© wissenschaft.de – Henrike Wiemker
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

ad|ap|tiv  〈Adj.〉 auf Adaptation beruhend

Feed–back  auch:  Feed|back  〈[fi:dbæk] n. 15〉 1 = Rückkopplung ... mehr

Aus|trei|bungs|pe|ri|o|de  〈f. 19; Med.〉 Abschnitt bei der Geburt, während dessen die Leibesfrucht ausgestoßen wird

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige