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Aktuelles Heft

DAMALS 03/2020

Britisches Empire – Anspruch und Realität

Weltkarte des britischen Empire aus dem Jahr 1886. (Bild: AKG/Pictures from History)

Mit dem Sieg gegen die spanische Armada 1588 sprengte England rechtzeitig die Ketten, die es am Wettlauf der europäischen Mächte um Kolonien in der ganzen Welt hätten hindern können. Die ersten Besitzungen sicherte sich die junge Seemacht jenseits des Atlantiks, in Nordamerika und der Karibik. Unter Georg III. (1760 – 1820) gingen zwar die Kolonien in Nordamerika verloren, dafür eroberte die Ostindien-Kompanie nach und nach den gesamten indischen Subkontinent; die reiche Kolonie sollte zum Juwel des Empire werden. Dem eigenen Anspruch, zuvörderst weltweit Zivilisation verbreiten zu wollen, wurden die Briten nie gerecht. Politische und wirtschaftliche Interessen hatten immer Vorrang.

Beiträge in dieser Ausgabe

Aufbau des Empire

Von der Insel zum Weltreich

Lange war England nur ein kleiner Player unter den Kolonialmächten. Die große Zeit des Empires begann mit den Gebietsgewinnen durch den Siebenjährigen Krieg und die Eroberung Indiens. Im 19. Jahrhundert dominierten die Briten dann mit ihrem Weltreich das Zeitalter des Imperialismus.... mehr

Krone und Kolonien

Die globale Monarchie

Königin Viktoria wurde 1876 befördert: Das Parlament verlieh ihr den Titel Kaiserin von Indien. Der Akt stand symbolisch für eine Monarchie, zu deren Untertanen inzwischen Menschen in der ganzen Welt zählten.... mehr

Britisch-Indien

Geschundener Subkontinent

Indien wird häufig als Beispiel genannt, wenn Apologeten die Vorzüge des Empires preisen: Die Briten hätten die Eisenbahn, Bildung und staatliche Einheit gebracht. Doch tatsächlich war das Handeln der Kolonialherren meistens von Eigennutz geprägt.... mehr

Gouverneure und Kolonialbeamte

Die Melancholie der Herrschenden

Anfangs lockten die Kolonien noch mit Abenteuer und Exotik, doch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erstarrte das Weltreich zu einem bürokratischen Apparat. Während die einheimische Bevölkerung Rassismus und Unterdrückung ausgesetzt war, langweilten sich die Kolonialbeamten.... mehr

Dekolonisation

Ein Ende mit Schrecken

In den Jahren nach 1945 ging alles recht schnell: Eine Kolonie nach der anderen sagte sich von Großbritannien los – oft war die Trennung mit Gewalt verbunden. Am schlimmsten traf es Indien: Der Abzug der Briten führte zu einem Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten.... mehr


Es geschah vor 20 Jahren: Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter

Spätes Trostpflaster

Zwangsarbeiter des NS-Regimes hatten jahrzehntelang erfolglos um Entschädigung gekämpft. Nach langen Verhandlungen einigten sich im März 2000 Bundesregierung, US-Regierung und Vertreter osteuropäischer und jüdischer Opfer sowie der deutschen Wirtschaft darauf, eine Stiftung namens... mehr

Forschung

Vlad III. Drăculea: gerechter Fürst oder Monster?

Ein Forschungsprojekt befasst sich mit der Biographie von Vlad III. Drăculea, dem Fürsten der Walachei, und geht dem Mythos um seine Person nach.... mehr

Forschung

Opfer zweier Diktaturen

Ein neuer Dokumentationsband berichtet vom Schicksal ehemaliger „Ostarbeiter“.... mehr

Athen und die Bestrafung der Stadt Mytilene

Die Härte der frühen Demokratie

427 v. Chr. löste sich die Stadt Mytilene, Hauptort der Insel Lesbos, aus dem Attisch-Delischen Seebund mit Athen und schloss sich Sparta an, mit dem Athen im Krieg lag. Athen nahm unter großen Mühen Mytilene ein. Sollten zur Strafe alle Männer der abtrünnigen Stadt getötet werden... mehr

Mythos Vampir

Blutsaugern auf der Spur

Aus Filmen oder Gruselgeschichten kennt ihn jeder: den Vampir Graf Dracula. Aus welchen Quellen speist sich der Mythos von blutsaugenden Wiedergängern? Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der literarischen Figur Draculas spielen ein walachischer Fürst des 15. Jahrhunderts und ein kosovarischer... mehr

KomponistenQuartier Hamburg

Kleinod für Musikfreunde

Das KomponistenQuartier beherbergt Ausstellungen zu sechs Komponisten und einer Komponistin, deren Leben und Werk mit der Stadt Hamburg verbunden sind.... mehr

Johannes Popitz

Minister im Widerstand

Kaum einer kennt ihn heute noch: Johannes Popitz (1884 –1945) war ein Spitzenbeamter der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“ preußischer Finanzminister. Seit Ende 1938 konspirierte er aber auch gemeinsam mit anderen Konservativen gegen Hitler. Dieses doppelte Spiel verlor er –... mehr

Faszinierende Figuren: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über Hugo Preuß

„Ein früher Sozialliberaler“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über den Staatsrechtler Hugo Preuß.... mehr

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Wissenschaftslexikon

Se|gel|schiff|fahrt  〈f. 20; unz.〉 Schifffahrt mit Segelschiffen

Oder|men|nig  〈m. 1; Bot.〉 Angehöriger einer Gattung der Rosengewächse mit gelben Blütenähren: Agrimonia

Brust|drü|sen|ent|zün|dung  〈f. 20; Med.〉 Entzündung des Brustdrüsenkörpers; Sy Mastitis ... mehr

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