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Aktuelles Heft

DAMALS 02/2019

Exil – Flucht vor dem NS-Regime

New York um 1950. (Bild: iStock/atlantic-kid)

Als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Deutschland die Synagogen brannten, stand für viele Juden endgültig fest: Wir müssen hier weg. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 waren es zunächst Kommunisten und andere politische Gegner der Nazis gewesen, die um ihr Leben fürchtend Deutschland verlassen hatten. Mit Zunahme der antisemitischen Hetze erfasste die Fluchtwelle dann auch die Juden. Rund 500 000 Menschen aus Deutschland und Österreich gingen zwischen 1933 und 1945 ins Exil. Das Titelthema zeigt, wie sie ihr Schicksal meisterten. Nach Kriegsende entschied sich nur ein Bruchteil der Exilanten für eine Rückkehr.

 

Beiträge in dieser Ausgabe

Flucht

Vertrieben aus der Heimat

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mussten zunächst deren politische Gegner Deutschland verlassen. Mit Zunahme der antisemitischen Repressionen entschlossen sich dann viele Juden zur Flucht, zunächst in die Nachbarländer, später nach Übersee.... mehr

Neustart in Amerika

Die Mühsal des Ankommens

Ein Visum zu ergattern, das Land zu verlassen und in die USA zu gelangen – das war schon schwer genug. Aber auf die deutschsprachigen Emigranten wartete noch eine weitere, sehr schwierige Herausforderung: der oft mühsame Kampf um ein wirtschaftliches Auskommen in der neuen Heimat und um die... mehr

Prominente Emigranten

Dreimal Leben im Exil

Der Nobelpreisträger Thomas Mann, der hochgelobte Filmkritiker Siegfried Kracauer und die erfolgreiche Schauspielerin Steffie Spira: Alle drei flohen vor den Nazis nach Amerika. Ihre Lebensbedingungen im Exil aber waren höchst unterschiedlich.... mehr

Exilanten im Dienst der U. S. Army

Kampfeinsatz für das Gastland

Galten deutschsprachige Flüchtlinge nach dem Kriegseintritt der USA nahezu als „Feinde“, so erkannte die U. S. Army bald den Wert der Exilanten. Als Nachrichtensammler, Propaganda-Spezialisten und Analytiker, aber auch als einfache Soldaten kämpften mehr als 30 000 Deutsche und... mehr

Remigration nach 1945

Rückkehr?

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren es vor allem die politischen Exilanten, die nach Deutschland zurückkehrten. Für die meisten Juden war dies keine Option mehr. Wer in der alten Heimat neu anfangen wollte, wurde oft mit Skepsis empfangen.... mehr


Es geschah vor 30 Jahren: DDR-Grenzsoldaten töten Chris Gueffroy

Das letzte Opfer des Schießbefehls

Chris Gueffroy war der letzte Flüchtling, der an der Berliner Mauer erschossen wurde. Er starb in der Nacht auf den 6. Februar 1989 beim Versuch, die DDR-Grenzanlagen zu überwinden. Nur zwei Monate später setzte SED-Generalsekretär Erich Honecker den Schießbefehl aus, neun Monate später fiel... mehr

Forschung

„Den Geschmack an deutscher Geschichte beleben“

Vor 200 Jahren gründete der Freiherr vom Stein die „Monumenta Germaniae Historica“ (MGH). Betrieben wird auch heute mittelalterliche Grundlagenforschung – inzwischen mit modernsten Mitteln.... mehr

Forschung

Das Gesicht des Bösen?

Der angebliche Massenmörder Bruno Lüdke galt bis in die 1990er Jahre als „Teufel in Menschengestalt“. Welche Rolle spielten die Medien bei der Stigmatisierung des eigentlich Unschuldigen?... mehr

Die Eroberung Sibiriens

Kosaken, Kaufleute, Kolonisten

Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts griff das erstarkende Zarentum gen Osten aus. Die Unterwerfung Sibiriens stellte sowohl imperialen Ruhm als auch reiche Handelsgüter und Bodenschätze in Aussicht. In einer Allianz aus herrscherlicher und ökonomischer Macht wurden weite Landstriche erobert –... mehr

Japanischer Nationalmythos

Die Rache der 47 Ronin

Ein blutiges Drama aus dem Japan der Tokugawa-Zeit um 1700: Ein hoher Palastbeamter demütigt einen Fürsten und zwingt ihn zum Selbstmord, danach sinnen die Samuraikrieger des Verstorbenen auf Vergeltung.... mehr

Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Spuren der Emigration

Das Deutsche Exilarchiv 1933 –1945 zeigt in der Deutschen Nationalbibliothek neuerdings eine Dauerausstellung: Briefe, Pässe, Bücher und persönliche Gegenstände von Exilanten werfen Schlaglichter auf die Situation der Flüchtlinge, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten... mehr

Xenophon über die Reiterei im antiken Athen

Dem Fliegen nahe

Im Athen der griechischen Klassik bildete die Reiterei die schlagkräftige Ergänzung zu den schwerbewaffneten Fußsoldaten. Kauf, Ausbildung und Pflege der Pferde waren teuer – und daher Sache der Wohlhabenden. Der Soldat und Historiker Xenophon, aus dieser Schicht stammend, berichtet in zwei... mehr

Faszinierende Figuren: Dagmar Fohl über Aristides de Sousa Mendes

„Tag und Nacht Visa gestempelt“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: die Autorin Dagmar Fohl über den portugiesischen Juden-Retter Aristides de Sousa Mendes.... mehr

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Wissenschaftslexikon

Kan|ti|le|ne  〈f. 19; Mus.〉 getragene, liedartige Melodie [<lat. cantilena ... mehr

schat|ten|spen|dend  auch:  Schat|ten spen|dend  〈Adj.〉 Schatten gebend ... mehr

Or|le|an|strauch  〈m. 2u; Bot.〉 kräftiger trop. Strauch od. kleiner Baum mit blassrosa Blüten, der Orlean liefert: Bixa orellana

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