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Aktuelles Heft

DAMALS 06/2018

Rassismus: Die erfundene Ungleichheit

Eine völkerkundliche Tafel (1912) (Bild: Bridgeman / Look and Learn / Private Collection)

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, lautet der erste Satz der 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedeten „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Der Anspruch auf diese Rechte gelte „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht …“ Ganz anders der im 19. Jahrhundert entwickelte Ansatz: Damals versuchte man, gerade die „Unterschiede“ zu definieren – mit katastrophalen Folgen.

 

 

 

Beiträge in dieser Ausgabe

Die Anfänge des Rassismus

Der Weg zur Ausgrenzung

In der Antike bezeichneten die Hellenen alle anderen Völker als „Barbaren“, aber dies war nur eine Beschreibung. Erst mit Ende der Reconquista entstand die Idee der „Reinheit des Blutes“. Sie zielte darauf ab, bestimmte Gruppen aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen.... mehr

Vom Rassismus zum Nationalismus

Identität aus den Genen

In Europa und in den USA breiteten sich im 19. Jahrhundert rassistische Haltungen aus. Zugleich veränderten neue Theorien das Weltbild. Beides floss im Nationalismus zusammen, der den Bewohnern eines Landes spezielle Eigenschaften zuschrieb. Die Europäer grenzten sich zwar untereinander ab... mehr

"Völkerschauen" in Deutschland

Ausgestellt und angegafft

Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden in Deutschland Menschen aus exotischen Ländern wie Tiere ausgestellt. Mitglieder afrikanischer Stämme wurden etwa als „Gorilla-Neger vom Congo“ angekündigt. Solche „Völkerschauen“ bedienten die Sensationslust und verfestigten rassistische... mehr

Die Vorgeschichte der Apartheid

Keimzelle der Segregation

In Südafrika wurden bereits seit dem 17. Jahrhundert strikte Formen der Trennung zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung praktiziert. Diese Vorläufer machten das spätere Apartheid-Regime erst möglich. Für die Geschichte Südafrikas ist der Aspekt der rassistisch legitimierten Segregation... mehr

Biopolitische Praxis im 20. Jahrhundert

Der Theorie folgt die Tat

Welche Menschen sind besonders wertvoll, welche erscheinen als entbehrlich? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde weltweit rassistisches Gedankengut Schritt für Schritt in Gesetze gegossen, aus denen praktische Politik folgte – von Zwangssterilisierungen über Antiziganismus bis hin zu den... mehr

Interview

„Es gibt keine Menschenrassen“

Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (DHMD) arbeitet in seiner aktuellen Sonderausstellung ein strittiges und schwieriges Thema auf: den Rassismus als historisches und aktuelles Phänomen. Stefan Bergmann sprach mit Prof. Klaus Vogel, Direktor des DHMD, über Anlass und Ziel der Schau. Warum nimmt... mehr


Es geschah vor 50 Jahren: Der Anschlag auf Andy Warhol

Schüsse auf eine Ikone

Der New Yorker Künstler Andy Warhol wurde am 3. Juni 1968 Opfer eines Anschlags. Bei der Attentäterin Valerie Solanas stellte man später Schizophrenie fest. Warhol überlebte schwer verletzt und litt jahrelang unter den traumatischen Folgen der Tat.... mehr

Der thebanische Lyriker Pindar

Poet der Sieger

Er war ein gefeierter Dichter mit besten Beziehungen zu den Größen seiner Zeit: Pindar aus Theben (522 oder 518 – nach 446 v. Chr.). Doch der Ruhm hatte auch seine Schattenseiten. Im Herbst des Jahres 335 v. Chr. kommt der junge makedonische König Alexander, von der Nachwelt „der Große“... mehr

Museum der Kultur der Karpatendeutschen (Bratislava)

Insel im slawisch-ungarischen Meer

Vor rund 800 Jahren siedelten die ersten Deutschen in Osteuropa. Das Gebiet der heutigen Slowakei war stets ein vorrangiges, weil nahes Ziel für deutsche Auswanderer. Ein kleines, aber feines Museum in Bratislava erzählt ihre wechselvolle Geschichte. Wir müssen schon um den Erhalt der deutschen... mehr

Forschung

Warum haben die Deutschen nicht den Panzer erfunden?

Das deutsche Kaiserreich besaß vor 1914 eine hochentwickelte Industrie und Waffentechnik, doch auf den Panzer setzte man im Ersten Weltkrieg nicht. Warum das so ist, erklären neue Forschungsergebnisse.... mehr

Forschung

Gegen alle Konventionen

Eine Briefedition bietet berührende Einblicke in Persönlichkeit und künstlerische Entwicklung des Malers Vincent van Gogh.... mehr

Eine Frau im Bauernkrieg

Die Schwarze Hofmännin

Eine Frau, die gegen die Obrigkeit aufbegehrte, als dies selbst für Männer ungehörig war, konnte nur des Teufels sein. Genau dieses Bild vermittelte die Geschichtsschreibung lange über die einzig bekannte Frau aus dem Bauernkrieg von 1525, Margarete Renner, genannt die Schwarze Hofmännin. Doch... mehr

Die Mode der Französischen Revolution

Farbe bekennen

Nach dem Sturm auf die Bastille im Juli 1789 wurde in Frankreich die Wahl der Kleidung schnell zum politischen Statement. Die Farben der Trikolore fanden sich in vielen Garderoben wieder. Auch der Stil des typischen Revolutionärs, mit wildem, ungekämmtem Haar und offenem Hemd, wurde in dieser... mehr

Faszinierende Figuren: Adolf Muschg über Jacob Burckhardt

„Schamhaft gegenüber raschen Schlüssen“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: der Schriftsteller Adolf Muschg über den Historiker Jacob Burckhardt.... mehr

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Wissenschaftslexikon

Sa|men|hü|gel  〈m. 5; Anat.〉 kleiner Wulst der Harnröhrenschleimhaut im Bereich der Prostata, auf dem die Ausspritzungskanäle, die Endstücke der Samenleiter, in die Harnröhre einmünden

tra|gen  〈V. 260; hat〉 I 〈V. t.〉 jmdn. od. etwas ~ 1 stützen, stützend halten 2 beim Gehen in der Hand, im Arm, auf der Schulter, dem Rücken halten ... mehr

Ober|ton  〈m. 1u; Mus.〉 Ton, der, jeweils eine od. mehrere Oktaven höher liegend, bei einem Grundton mitschwingt; Sy Aliquotton ... mehr

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