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Dino-Gigantismus im Blick

Einige Vertreter der Sauropoden erreichten monströse Ausmaße. (Künstlerische Darstellung: Warpaintcobra/iStock)

Brachiosaurus, Argentinosaurus und Co – wie wurden sie so tierisch riesig? In der Septemberausgabe präsentiert die Zeitschrift bild der wissenschaft die neuesten Highlights aus der Dinosaurierforschung und geht der Frage nach, warum sich einige dieser faszinierenden Wesen zu den größten Landtieren aller Zeiten entwickeln konnten.

Rund 40 Meter lang und über 70 Tonnen schwer – neben einigen Dinosauriern hätten Elefanten wie Zwerge ausgesehen. Vor allem die langhalsigen Vertreter der Gruppe der Sauropoden erreichten Ausmaße, für die es unter den heutigen Landtieren keine Beispiele mehr gibt. Doch wie waren diese Superlative möglich und warum haben sich später keine Landsäugetiere zu solchen Giganten entwickelt? Im ersten Artikel des dreiteiligen Titelthemas präsentiert der bdw-Autor Klaus Jacob die neusten Erkenntnisse rund um diese Fragen.

Ein Faktor war offenbar, dass Brachiosaurus, Argentinosaurus und Co bereits warmblütige Lebewesen waren, wie sich in Forschungsergebnissen der letzten Jahre immer klarer abzeichnet. Ein stets leistungsfähiger Stoffwechsel war demnach der Motor der massigen Körper. Außerdem verfügten die Giganten über ein raffiniertes Lungensystem, das ihre knifflige Sauerstoffversorgung gewährleisten konnte. Wie Jacob berichtet, war ein weiterer Knackpunkt für das Potenzial zum Riesenwuchs, dass die Sauropoden Eier legten und nicht wie Säugetiere lebendgebärend waren. Der vierte Aspekt, der Paläontologen zufolge eine Rolle gespielt haben könnte, wirkt allerdings überraschend: Sauropoden kauten nicht. Im Artikel „Dinosaurier im Größenrausch“ erklärt Jacob, warum auch dies bei der Entwicklung des Riesenwuches wichtig gewesen sein könnte.

„Knochenleser“ und „T. rex der Lüfte“

Im zweiten Teil des Titelthemas präsentiert der Autor, welche erstaunlichen Informationen Wissenschaftler Fossilien entlocken können und welche Hightech-Methoden dabei zum Einsatz kommen. Wie er berichtet, vermessen Paläontologen die Jahresringe in Knochen, rekonstruieren Pigmente und können sogar noch Biomoleküle in manchen Fossilien nachweisen. „Die Knochenleser“ können auf diese Weise etwa bestimmen, wie alt Dinosaurier wurden, welche Körpertemperatur sie entwickelten und welche Farben ihre Federn und Eier besaßen. Unterm Strich zeichnet sich in den Ergebnissen nun immer deutlicher ab: Dinosaurier waren alles andere als plumpe Oldtimer der Evolutionsgeschichte, sondern bereits ähnlich agil und hochentwickelt wie ihre noch heute existierenden Nachfahren – die Vögel.

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Abgerundet wird das Titelthema von einem Blick auf einen besonders spannenden Fund mit Superlativ-Charakter: Paläontologen haben in Rumänien die Überreste eines Flugsauriers entdeckt, der Schätzungen zufolge den bisherigen Rekordhalter Quetzalcoatlus northropi deutlich in den Schatten stellte. Der bisher nur als „Dracula“ bezeichnete Gigant der Lüfte erreichte demnach eine Spannweite von möglicherweise bis zu 20 Metern.

Das Titelthema zur Dinosaurierforschung finden Sie in der September-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 21. August im Handel erhältlich ist.

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Wissenschaftslexikon

Fie|ber|klee  〈m. 6; unz.; Bot.〉 Angehöriger einer Gattung der Enziangewächse, in der nördl. gemäßigten Zone verbreitete Sumpfpflanze, die in den Blättern einen Bitterstoff enthält, der früher als magenstärkendes Mittel u. gegen Wechselfieber (Malaria) gebraucht wurde: Menyanthes; Sy Bitterklee ... mehr

Hor|mon|haus|halt  〈m. 1; Med.〉 System des Zusammenwirkens aller im Körper vorhandenen Hormone

Gäm|se  〈f. 19; Zool.〉 zu den Antilopen gehörendes Horntier von 75 cm Schulterhöhe u. ziegenähnlicher Gestalt in den höheren Lagen der Alpen, Pyrenäen, Abruzzen, des Kaukasus u. Kleinasiens: Rupicapra rupicapra; Sy Grattier ... mehr

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