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Erde|Umwelt

Ackerbau ohne Pflug schont die Umwelt

Ackerbau ohne Pflug bringt mehr Ertrag und schont die Umwelt: Dieses Ergebnis einer Studie präsentierte der Agrarexperte Roberto Peiretti vom Lateinamerikanischen Farmerverband beim Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für die Entwicklung in der Wissenschaft (AAAS) in Boston.

In Argentinien wird bereits die Hälfte aller Felder ohne Pflug bewirtschaftet, berichtete Peiretti. Auf diesen Flächen werde heute nur rund vierzig Prozent der Chemie versprüht wie auf nordamerikanischen Äckern ? und das bei gestiegenen Erträgen, so Peiretti. Zudem nutze auf ungepflügten Feldern wachsendes Getreide Wasser um fast vierzig Prozent effektiver.

Beim Anbau von Getreide ohne Pflug wird die Scholle nicht komplett umgedreht, sondern nur mit speziellen Maschinen so vorsichtig wie möglich aufgelockert. Die neue Saat wird auf den Halmresten des vorangehenden Jahres ausgebracht. Zusätzlich zum Einsatz von Chemie versuchen die Landwirte bei dem Anbauverfahren, durch geschickte Fruchtwechsel die Ausbreitung von Unkräutern zu verhindern. Das Verfahren kann jedoch nur dort eingesetzt werden, wo die Böden nicht zu trocken, zu hart oder zu nass sind.

Auch in Deutschland sind die Böden in vielen Regionen für den Ackerbau ohne Pflug geeignet. Das berichtet die Agrarwissenschaftlerin Jana Epperlein, Geschäftsführerin des Verbandes für konservierende Bodenbearbeitung in Berlin. Das neue Verfahren setze sich daher allmählich durch: Bereits über ein Sechstel der Flächen werde ohne Pflug bearbeitet, so Epperleins vorsichtige Schätzung. Vor allem die geringeren Arbeitskosten bewegten die Landwirte zum Umstieg. Der Einsatz an chemischen Spritzmitteln sei in Deutschland dabei allerdings mit dem in der herkömmlichen Bodenbearbeitung vergleichbar.

Ulrich Dewald
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