Anzeige
Anzeige
1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!

Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Anabolika-Missbrauch in der Jugend macht noch im Alter aggressiv

Anabolika-Missbrauch während der Pubertät hat möglicherweise nicht nur körperliche, sondern auch langwierige psychische Folgen. So zeigen Hamster, die während des Heranwachsens mit den künstlichen Hormonen behandelt wurden, auch lange nach dem Absetzen noch ein extrem aggressives Verhalten. Das berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Hormones and Behavior (Bd. 44, Ausg. 5).

Jill Grimes und Richard Melloni von der Northeastern-Universität hatten schon lange vermutet, dass der Gebrauch so genannter androgen-anabolischer Steroide im Jugendalter die Gehirnchemie dauerhaft verändert und einen Hang zur Aggression verursacht. Das konnten sie nun an den Hamster-Hirnen nachweisen: Die mit Anabolika behandelten Tiere hatten einen wesentlich geringeren Serotonin-Spiegel im Gehirn als ihre unbehandelten Artgenossen.

Der Botenstoff Serotonin wird auch als Glückshormon bezeichnet und beeinflusst unter anderem die Stimmungslage des Menschen. „Während Pubertät und Wachstum entwickelt sich das Serotonin-System im Gehirn erst“, erklärt Studienleiter Melloni. Testosteron und die chemisch eng verwandten Anabolika hemmen die Bildung der Serotonin produzierenden Nervenzellen, was schließlich zu einer dauerhaft verminderten Serotoninproduktion führt.

„Wir wissen mit Sicherheit, dass die Aggressivität nicht einfach aufhört, wenn die Hormone nicht mehr eingenommen werden“, sagt Melloni. Die anabolen Steroide werden häufig als Dopingmittel im Leistungs- und vermehrt auch im Freizeitsport eingenommen. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist der Missbrauch besonders unter Jugendlichen stark angestiegen.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Videoportal zur deutschen Forschung

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

♦ Ul|tra|ma|rin  〈n. 11; unz.〉 1 kornblumenblaue Farbe 2 〈Chem.〉 ein schwefelhaltiges Natriumaluminiumsilikat, natürlich vorkommend als Lapislazuli, künstlich durch Erhitzen von Kaolin mit Natriumkarbonat u. Schwefel hergestellt … mehr

In|kon|ti|nenz  〈f. 20; unz.; Med.〉 Unfähigkeit, den Harn od. Stuhl zurückzuhalten; Ggs Kontinenz … mehr

Hand|shake  〈[hændk] m. 6〉 1 Händeschütteln (als offizielle Begrüßungs– od. Abschiedszeremonie) 2 〈IT〉 Austausch von Signalen zw. Computern, der anzeigt, dass eine Verbindung besteht bzw. eine Kommunikation möglich ist … mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]