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Erde|Umwelt Gesellschaft|Psychologie

Aufgespießt: Geschmackssache Brusthaar

Die einen wenden sich angewidert ab, die anderen finden einen Mann dann erst recht attraktiv ? an der männlichen Brustbehaarung scheiden sich die Frauengeister. Eine Studie der Universität des Saarlandes und des ZDF hat nun versucht, Licht ins Dunkel der haarigen Vorlieben zu bringen. Demnach sind Frauen, die die Wechseljahre schon hinter sich haben, besonders für Brustbehaarung zu begeistern, Frauen, die mit der Pille verhüten, haben es dagegen lieber glatt. Je nach Zielgruppe heißt das also für die Männer: rasieren oder wachsen lassen.

Sean Connery und Tom Selleck sorgten in den 60er und 70er Jahren mit ihrer üppigen Brustbehaarung für reichlich Verzückung in der Frauenwelt. Heute zeigen die Medien eher haarlose Männeroberkörper. Um zu klären, was nun weibliche Herzen höher schlagen lässt, hat ein Wissenschaftlerteam um die Psychologin Johanna Lass-Hennemann von der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem ZDF Frauen zu diesem Thema befragt. 200 Frauen bewerteten die nackten Oberkörper von 20 Männern ? mit und ohne Brustbehaarung. ?Es war ein bunter Mix, vom Waschbrettbauch bis zum Bierbauch, zwischen 20 und 60 Jahren?, erklärt Lass-Hennemann. Bei den Probandinnen wurden folgende Kategorien erfasst: Frauen, die die Pille nehmen, Damen jenseits der Wechseljahre und Frauen in den fruchtbaren beziehungsweise unfruchtbaren Tagen des Zyklus.

Das Ergebnis: Die Vorliebe für Brustbehaarung hängt von Alter und Verhütungsmethode ab. 60 Prozent der Frauen, die bereits die Wechseljahre hinter sich haben, bevorzugten die haarigen Oberkörper. Dagegen standen nur 30 Prozent der Frauen, die mit der Pille verhüten, auf die pelzigen Kerle. Die Meinung von Probandinnen, die nicht hormonell verhüten ? ob in den fruchtbaren Tagen (50 Prozent) oder nicht (40 Prozent) ?, zeigten keine besonderen Präferenzen.

Johanna Lass-Hennemann vermutet, dass die Pille mit dem Hormonspiegel auch die Art und Weise wie Frauen die Attraktivität von Männern beurteilen, verändert. ?Meine favorisierte Interpretation ist aber, dass Frauen, die ihrem Körper Hormone zuführen, bereit sind, diesen stärker zu verändern und damit auch eher dazu bereit sind, den Körper ihres Partners zu verändern. Die generelle Tendenz zur Natürlichkeit ist bei diesen Frauen geringer?, glaubt die Psychologin.

Ob Pille oder nicht – einer der Männer, der sich für die Studie von seinem Brusthaar trennte hat seine eigene Theorie entwickelt: ?Die meisten Frauen wollen lieber einen Mann mit unbehaarter Brust. Und dann verlieben sie sich doch in einen mit Haaren und überreden ihn, sie abzurasieren ? nur um dann festzustellen, dass es vorher doch besser war.? Nach dieser These bleibt den Herrlichkeiten auf Brautschau ? egal ob mit oder ohne Pelz ? nur eins: sich beim ersten Kennenlernen bedeckt halten, zumindest was die Brust betrifft.

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Mitteilung des Informationsdienstes Wissenschaft wissenschaft.de ? Marion Martin
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