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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Beatmung von Unfallopfern ist meist nutzlos

Weniger als ein Prozent der Menschen, die nach einem Trauma mit einem Beatmungsschlauch (Tubus) künstlich beatmet werden, überleben, wenn der Tubus außerhalb des Krankenhauses in die Luftröhre eingeschoben wurde, sagen britische Anästhesisten. Als Grund dafür nehmen sie an, dass im Allgemeinen vor der Intubation keine Medikamente verabreicht werden, die das Einführen des Schlauches erleichtern könnten ? im Unterschied zur Methodik in den USA.

David Lockey und seine Mitarbeiter hatten über vier Jahre die Patienten gezählt, welche außerhalb des Krankenhauses ohne Medikamente intubiert worden waren. Dann ermittelten sie, wer überlebt hatte. Von 486 Patienten war dies genau eine Person (0,2 Prozent). Daher halten Lockey und seine Kollegen das seit mehr als 20 Jahren übliche Verfahren für überholt, schreiben sie in der jüngsten Ausgabe des Britisch Medical Journal. Sie geben allerdings zu, dass auch mit vorheriger Medikamenten-Gabe viele Intubationsversuche misslingen.

Patienten, die im Operationssaal eine Vollnarkose erhalten und ebenfalls über einen Tubus beatmet werden, bekommen vor der Intubation Medikamente gespritzt, die unter anderem die Muskulatur erschlaffen lassen. Damit kann der Beatmungsschlauch wesentlich leichter in die Luftröhre geschoben werden. Unter Notfallbedingungen ist dies allerdings wegen des Zeitdrucks und der meist schlechten äußeren Bedingungen sowie des Zustandes des Notfall-Opfers oft kaum oder überhaupt nicht möglich.

Lockey forderte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur BBC weitere Studien, die klären sollen, wie die Notfallversorgung außerhalb des Krankenhauses optimiert werden könnte.

Dr. Thomas Meißner
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