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Erde|Umwelt

Computerprogramm erweckt ausgestorbene Schmetterlinge zum Leben

Wissenschaftler der Staatsuniversität von New York in Buffalo haben ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich die Evolution der Muster von Schmetterlingsflügeln über einen Zeitraum von 15 Millionen Jahren zurückverfolgen lässt. Dazu fütterten die Forscher das Programm sowohl mit Flügelmustern als auch mit DNA Sequenzen einer afrikanischen Schmetterlingsart. Die Forscher schildern ihre Arbeit im Fachmagazin BioSystems (Bd. 71, S. 289).

Antónia Monteiro und ihre Forscherkollegen untersuchten für ihre Computersimulation sowohl die Flügelmuster als auch den genetischen Code 54 verschiedener Varianten des afrikanischen Bicyclus-Schmetterlings. Das von ihnen auf den Namen „Ancient Wings? (Antike Flügel) getaufte Programm spürte dann mittels eines Algorithmus Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Mustern auf und versuchte, diese mit den ihnen zu Grunde liegenden genetischen Informationen zu verbinden.

Auf diese Weise gelang es den Forschern, einen wahrscheinlichen Stammbaum dieser Schmetterlingsart über einen Zeitraum von mehr als 15 Millionen Jahren zu entwerfen. Das Programm soll nun in einem Pilotversuch in Schulen zur Veranschaulichung der Evolutionsbiologie benutzt werden. Wenn Schüler auf Knotenpunkte des Stammbaums klicken, berechnet das Programm das wahrscheinliche Muster des seit langem ausgestorbenen Schmetterlings.

Neben seinem pädagogischen Nutzen hat Ancient Wings auch eine für die Wissenschaft interessante Entdeckung ermöglicht: Ihm zu Folge können selbst verblüffend ähnlich aussehende Schmetterlinge ihre Muster über völlig verschiedene Evolutionsstufen erlangt haben. Der Grund dafür ist allerdings noch nicht bekannt.

Stefan Maier
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