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Erde|Umwelt Gesellschaft|Psychologie

Computerspiel verhilft Kindern zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr denken Kinder oft an alles Mögliche ? dass sie gleich mit dem Nachbarskind spielen werden oder dass da ein süßer Hund läuft ? nur nicht daran, dass blitzschnell ein Auto um die Ecke kommen könnte. Ein britisches Psychologen-Team hat nun die Konzentrationsfähigkeit von Kindern untersucht und mit dem Verhalten im Straßenverkehr in Beziehung gesetzt. Ihr Fazit: Kinder, die eine gute Konzentrationsfähigkeit haben, sind sicherer im Überqueren von Straßen. Ihre Ergebnisse haben sie im „Journal of Experimental Psychology ? Applied“ veröffentlicht.

George Dunbar von der University of Warwick und seine Kollegen haben bei 101 Kindern im Alter zwischen vier und zehn Jahren die Konzentrationsfähigkeit mit Hilfe von Computerspielen getestet. Dabei ging es zum Beispiel darum, einen Frosch, der sich hinter roten und grünen Punkten verbarg zu finden. Wenn er weghüpfte, musste man versuchen, ihm mit den Augen zu folgen, um ihn in seinem nächsten Versteck aufzuspüren. Die Forscher maßen jeweils die Zeit, die ein Kind brauchte, um den Frosch zu finden.

In der Aufmerksamkeit zwischen mehreren Objekten wechseln zu können und unbeirrt eine Sache verfolgen zu können sind zwei Fertigkeiten, die zur Konzentrationsfähigkeit gehören. Darum wurde eine Untergruppe von 35 Kindern mit einer Aufgabe konfrontiert, bei der es darum ging, trotz verschiedener verlockender Ablenkungen auf dem Bildschirm, eine Sache konzentriert zu Ende zu bringen. Diese 35 Kinder wurden anschließend verdeckt dabei gefilmt, wie sie ? im Beisein ihrer Eltern ? Straßen überquerten. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die zuvor im Frosch-Spiel die besten Ergebnisse hatten, auch beim Überqueren der Straßen am sorgfältigsten nach links und rechts guckten. Außerdem scheinen die Kinder im Vorschulalter durch die Computerspiele (zumindest kurzfristig) eine deutliche Verbesserung ihrer Konzentrationsfähigkeit erreicht zu haben.

Dunbar und seine Kollegen wollen aber nun nicht Computerspiele als das probateste Mittel zur Verkehrserziehung preisen. Eltern müssen die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeiten ihrer Kinder immer wieder prüfen und fördern, so Dunbar. „Kinder sind nur dann sicher, wenn sie das, was in einer Situation zur Vermeidung eines Unfalls getan werden muss, tun können und auch tun werden“, sagt der Forscher. Als eine der größten Gefahren sieht er die Situation, wenn Kinder mit anderen Kindern durch die Straßen gehen. „Vielleicht wissen sie, wie sie sich eigentlich verhalten sollten, aber ihr Motivationsfokus ist woanders.“

Doris Marszk
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