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Studie zu nachhaltigem Denken und Alltagsverhalten in 13 Ländern

Deutsche nur grünes Mittelmaß?

Ländervergleich Green IQ
Deutschland ist mit Platz 7 nur grünes Mittelmaß im "Green IQ"-Ländervergleich (Foto: obs/Vaillant)
Wir leben im Land der Plastiktüten-Vermeider, Wassersparer und Mülltrenner – denn das sind unsere Stärken, wenn es um Nachhaltigkeit im Alltag geht. Das belegt ein Ländervergleich zum „Green IQ“. Allerdings liegt Deutschland darin nur auf Platz sieben.

Nachhaltigkeit ist eines der meistbenutzten Schlagworte unserer Zeit. Ob Bananen, Urlaubsreisen, Jeans oder Autos: Alles soll heute möglichst umweltfreundlich sein. Doch wie denken und handeln Menschen in Ost und West, im Norden und Süden Europas wirklich? Wie steht es um ihren Energieverbrauch, ihr Konsumverhalten und ihre Mobilität im Alltag? Um das herauszufinden, hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Vaillant dafür 13.500 Menschen in 13 Ländern befragt.

Menschen mittleren Alters handeln grüner

Auf Basis von über 100 Fragen aus Bereichen wie Mobilität, Einkaufsgewohnheiten und Energie- und Heizverhalten ermittelten die Marktforscher den „Green IQ“ – einen Wert, der beziffert, wie grün Menschen in den verschiedenen Ländern denken und wie sehr sie Nachhaltigkeit im Alltag leben. Die Auswertung ergab Überraschendes: So landet Deutschland mit Platz sieben eher im Mittelfeld, die Türkei liegt dagegen mit einem Index von 129 vor Österreich und Italien vorne. Weniger verwunderlich: Polen landet auf dem letzten Platz.

Es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen den untersuchten Ländern. So ist es fast überall die Generation der zwischen 45- und 54-Jährigen, die besonders viel Rücksicht auf die Umwelt nimmt. Jüngere Leute zwischen 25 und 34 Jahren nehmen es dagegen weniger genau, so die Studie. Insgesamt finden allerdings zwei Drittel aller Befragten – egal in welchen Land -, dass sie im täglichen Leben noch deutlich mehr tun könnten. Ebenfalls interessant: Frauen haben bei uns offenbar den höheren grünen Intelligenzquotienten. Zwar scheinen deutsche Männer grüner zu denken, beim tatsächlichen Verhalten liegen die Frauen dagegen weit vorn.

Deutschland: Wassersparer und Mülltrenner

Der Befragung nach sind wir Deutschen vor allem Top, wenn es ums Einpacken und Vermeiden von Plastiktüten geht: 82 Prozent der Menschen hierzulande benutzen demnach wiederverwendbare Körbe oder Taschen, um ihre Lebensmittel zu transportieren. Das sind mehr als in jedem anderen Land. Auch beim Wassersparen sind die Deutschen führend. 83 Prozent von uns stellen beim Zähneputzen das Wasser aus, um das Nass nicht ungenutzt laufen zu lassen.

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Ebenfalls vorbildlich: Fast 85 Prozent der Deutschen trennen immer ihren Müll. Übertroffen werden wir hier aber knapp von unserem Nachbar Belgien. Denn dort achten hochgerechnet sogar 86 Prozent der Bewohner darauf, Wiederverwertbares, Papier und Glas von Restmüll zu trennen. Nachholbedarf besteht dagegen beim Konsumverhalten. Lediglich neun Prozent der Befragten waren in dieser Studie bereit, mehr für Produkte mit Fair Trade Label zu zahlen.

Kein „To Go“ bei vielen Niederländern

Wenn es um den Energieverbrauch geht, sind wir Deutschen ebenfalls weniger vorbildlich – zumindest dieser Befragung nach. Denn nach ihr kennen nur 19 Prozent der Deutschen den Energieverbrauch ihres Hauses oder ihrer Wohnung. Anders ist dies in Spanien: Dort informieren sich 31 Prozent erst einmal über die Energiebilanz und die Isolierung, bevor sie eine Immobilie kaufen. Ähnlich hoch ist der Anteil auch in der Türkei. Den höchsten Anteil der Kernkraftgegner hatten in der Umfrage die Österreicher: Bei ihnen sind 68 Prozent für das sofortige Abschalten der Reaktoren.

In puncto bewusster Konsum sind die Niederländer in mancher Hinsicht vorbildlich. Denn 33 Prozent von ihnen sagen bewusst nein zu Produkten zum Mitnehmen – mehr als in den anderen Ländern. Bei ihnen gibt es möglichst kein „Coffee to go“ im Plastik- oder Pappbecher und kein Burger auf die Hand. Stark auf Effizienz und Ökosiegel achten der Umfrage nach vor allem die Kroaten: 88 Prozent gaben an, beim Einkaufen von technischen Geräten auf entsprechende Label zu achten.

Wie es um unseren grünen Intelligenzquotienten bestellt ist, zeigt ein Selbsttest auf der greenIQ-Website mit einem kleinen Ausschnitt der bei der Umfrage gestellten Fragen.

Quelle: OBS/ Vaillant

© natur.de – Nadja Podbregar
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