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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Durch Alkohol geschädigtes Gehirn regeneriert sich bei Abstinenz

Schäden am Gehirn durch chronischen Alkoholkonsum können sich bei beständiger Abstinenz wieder regenerieren. Das berichten Wissenschaftler um Dieter J. Meyerhoff von der San Francisco School of Medicine der University of California in der November-Ausgabe der Zeitschrift Alcoholism: Clinical & Experimental Research.

Bisherige Forschungen hatten gezeigt, dass intensiver Alkoholkonsum eine Abnahme der grauen Substanz in der Hirnrinde und den Verlust von weißer Substanz überall im Gehirn zur Folge hat. In den Stirnlappen und im Kleinhirn ist der Gewebeverlust am größten. Die graue Substanz besteht aus den Zellkörpern der Nervenzellen, die weiße Substanz bilden die Verbindungen zwischen den Nerven.

Meyerhoff und seine Kollegen untersuchten zwei Gruppen: Eine Gruppe umfasste abstinente Alkoholiker, die im Durchschnitt seit zwei Jahren keinen Alkohol mehr konsumierten. Der zweiten Gruppe gehörten Alkoholiker an, die immer noch tranken und die wegen ihrer Alkoholsucht bisher nicht behandelt worden waren.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den enthaltsamen Alkoholikern das Volumen der weißen Substanz in einigen der betroffenen Gehirnregionen größer war als bei den akuten Trinkern. Das Volumen der weißen Substanz war insgesamt am größten bei den Alkoholikern, die für die längste Zeit abstinent waren. Auch das Volumen der grauen Substanz bei den enthaltsamen Alkoholikern war in einigen Regionen der Stirnlappen größer.

„Wir wissen nun, dass in einigen Gehirnregionen eine Regeneration stattfindet und ein dauerhafter struktureller Schaden in anderen Gehirnregionen auftritt. Wir wissen jedoch noch nicht, wie sich das auf die Gehirnfunktionen auswirkt“, sagte Meyerhoff.

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Laut Edith Sullivan von der Stanford University School of Medicine müssten nun Langzeit-Studien folgen, bei denen die Gehirne von Alkoholikern vom ersten Entzug an beobachtet werden.

Nicole Waschke
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